1872 gründet der erst 28-Jährige Firmengründer Julius Arnade eine Lederzeug- und Kofferfabrik. Zehn Mitarbeiter sind es, die bis zu einem Brand 1876 auf der Peterstraße in der Altstadt produzieren. Das Unglück nutzt Julius Arnade, um in Moys das Unternehmen neu und größer aufzubauen. Der Aufschwung der Gründerjahre und die zunehmenden Möglichkeiten zum Reisen begünstigen sein Geschäft. Koffer aller Art, Reise- und Schultaschen, Rucksäcke – Arnades Produktpalette wird immer umfangreicher, die Belegschaft zählt in den besten Zeiten 300 Mitarbeiter. Der wirtschaftliche Erfolg geht einher mit gesellschaftlicher Anerkennung. Julius Arnade zieht in die Stadtverordnetenversammlung ein, wird zum Königlichen Kommerzienrat ernannt, engagiert sich im Bismarcksäulenkomitee für die Landeskrone. Als er am 15. Juni 1915 stirbt, bettet ihn die Familie auf den Städtischen Friedhof. Dort ist noch heute sein Grab zu finden, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Waggonbau-Gründer Christoph Lüders, dem Hefefabrikanten Guido Hagspihl und Oberbürgermeister Clemens Reichert.










