Blender Modeling: der “Asset Browser”
Vorbemerkung: ein Beitrag zur Ästhetik und Produktion digitaler, virtueller Objekte und Räume am Beispiel der Freeware “Blender” (v. 3.2.0). Jede Anwendersoftware (mein Fokus: Grafik 2D/3D, Unity Gameengine) will neuen Anforderungen gerecht werden (State of the Art). Keine leichte Aufgabe für die Entwickler, mehr Komplexität mit besserer Usability zu vereinen. Eine große Community liefert täglich im Bereich der Wirklichkeitssimulation oder phantasiemotivierter Inszenierungen eine Fülle von Arbeitsergebnissen in der Form von Renderings, Animationen oder Computergames. In meinen Arbeiten verfolge ich innovative Tendenzen der Bildsprache und Ästhetik, zugleich hinterfrage ich mit eigenen Anwendungen, Bildungskonzepten und Untersuchungen, die grundlegenden Komponenten der Medienproduktion und Virtualisierung (Kunstwelten).
Blender: Asset Browser
Ab der Version 3.0 kommt eine interessante Möglichkeit hinzu eigene Objekt- oder Materialbibliotheken zu verwenden.
Dazu habe ich einen separaten Ordner auf eine Festplattenpartition angelegt und im “File Paths” verlinkt. Die entsprechende Blender Datei (z.B. Materials.blend) ist also unabhängig von einer Projektdatenstruktur. In dieser Datei habe ich neue Materialien erzeugt bzw. über “Apend” aus anderen Quelldateien herauskopiert. Mit dem “Asset Browser” kann ich beliebige “Ordner” erzeugen, also die Ablage nach Kategorien strukturieren.
[So weit ich es bislang sehe, kann in einer neuen Blender Datei kein Material in diese “Bibliothek” gespeichert werden. Möglicherweise fügt das Entwicklerteam diese Funktion noch hinzu.]
Zugleich kann dieser “Asset Browser” auch Objekte aufnehmen und anzeigen. Diese zieht man einfach in eine Blender Szene. Damit kann man sehr schnell mit eigenen “Favoriten” eine virtuelle Umgebung generieren und als Bild/Grafik ausgeben.
Anwendung des Asset Browsers
So bekommt man ein neues Material in den “Asset Browser”: Das Objekt mit dem Material ist aktiviert. Im “Properties Fenster” geht man auf “Material Properties”, mit Rechtsklick auf das Material öffnet sich ein kleines Fenster. Mit der Option “Mark Asset” wandert das neue Material in die oberste Ebene (”All”). Nun kann man dies per drag & drop auch in eine andere Ablage (wie z.B. Set 01 = Metall) dort ablegen.
Großer Vorteil des “Asset Browsers” ist die grafische Qualität mit einer Vorschau der Material Icons (auch in der Anzeige Größe anpassbar). Verwendung: einfach aus der Materialbibliothek eine Komponente auf ein neues Objekt ziehen. Vor vielen Jahren hatte mich die Materialbibliothek in Cinema 4d sehr beeindruckt, endlich hat hier BLENDER auch etwas nachgezogen. Sehr gut! Diese Funktion ist mir nach Blender Updates zunächst gar nicht aufgefallen.
Sicherlich gibt es weitere Möglichkeiten Materialien für den Workflow zugänglich zu machen. Das in Blender integrierte Add-On “Material Library VX” kann auch eigene Materialien speichern, bietet aber im Moment noch keine grafische Vorschau.
Projektarbeit: Material- und Objekt Bibliotheken (Blender Modeling)
Artproduktion: Dr. Andreas Korn, 23.9.2022














