Als Vorbereitung für Nepal wollte ich eigentlich so viele Wanderungen wie möglich machen. Irgendwie klappt es aber nicht so richtig. Ich glaube ich war dieses Jahr nicht mehr als 10 mal auf einem Berg unterwegs. Viel weniger als ich eigentlich vor hatte. Aber tatsächlich ist es sehr schwer am Wochenende wandern zu gehen, wenn man unter der Woche normal arbeitet. Man packt automatisch so viel ins Wochenende was man erledigen möchte, dass einfach keine Zeit dafür ist. Und leider war es meist unter der Woche top Wetter und am Wochenende ist dann meist der Regen gekommen. Ja ich weiß, es gibt kein schlechtes Wetter nur schlechte Kleidung 🙂
Eine Wanderung hat aber dann geklappt und dieser Gipfel stand auch schon etwas länger auf meiner Liste.
Der Teufelstättkopf.
Gestartet bin ich die Tour von Oberammergau aus. Hier gibt es einen Wanderparkplatz (Kosten 2 € für den ganzen Tag) direkt an der Kolbensattelbahn. Hier startet auch die Tour. Mein Weg führte mich über den Zahn, Sonnenberg, Sonnenberggrat zum Pürschling und auf den Teufelstättkopf.
Erstmal gings aber vorbei an den Bikern. Direkt am Parkplatz befindet sich auch eine Downhill-Anlage die am Wochenende ebenfalls sehr gut besucht ist. Mit einem kleinen Schlepper können sich hier die Biker nach oben ziehen lassen und dann zwischen diversen Abfahrten in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden wählen. Räder kann man sich auch direkt dort ausleihen. Zu der Uhrzeit wo ich gestartet bin, war hier allerdings noch reichlich wenig los 🙂 Sind wohl keine Frühaufsteher die Downhill-Fahrer.
Der Weg ist über die ganze Strecke recht gut ausgeschildert. Zunächst folgt man dem Schild “Pürschling über Zahn” an einem kleinen Bach entlang bis man auf einen breiteren Fahrweg gelangt. Keine Angst, auf diesem Weg bleiben wir bei der Tour nicht lange. Nach ein paar Biegungen zweigt rechts ein Waldweg ab. Hier gehts entlang und weg vom “Massenstrom”. Allerdings muss man etwas aufpassen, dass man die nächste Abzweigung nicht verpasst, sonst landet man in einer Sackgasse. Recht unscheinbar ist nämlich das Schild, das den Weg rechts nach oben weist und ich hätte es selbst beinahe übersehen. Jetzt wirds ein bisschen steiler, dafür aber angenehmer zu gehen durch den Waldboden. Nach einem kleinen Unterstandshäuschen hat man wieder die Wahl. Entweder man folgt dem Weg geradeaus und gelangt nach einiger Zeit wieder auf den breiten Fahrweg oder man geht, das ist die Variante in der Übersicht, nach links ab und folgt dem Schild “nur für geübte”. Dieser Weg geht noch ein gutes Stück im Wald entlang nach oben und führt dann auf einem Grashang weiter etwas steiler hinauf, bis er dann abflacht und in den Sonnenberggrat übergeht. Hier beginnt dann mein Lieblingsteil der Strecke. Und nein, nicht weil es nicht mehr ansteigt, sonder auf Grund des Ausblicks und der Wegbeschaffenheit.
Ab hier ist der Weg teilweise ausgesetzt und mit Drahtseilen gesichert, teilweise braucht man seine Hände zum hochkraxeln und ab und zu auch eine gute Portion Schwindelfreiheit und Trittsicherheit. (Dem Bereich Menschen und Begegnungen am Berg werde ich einen extra Bericht widmen, da ich in letzter Zeit immer wieder und vermehrt kuriose Gestalten und Erlebnisse hatte)
Dem Steig folgt man bis zum Ende wo man wieder auf den ursprünglichen Fahrweg stoßt. Jetzt sieht man auch schon das August-Schuster-Haus bei dem man eine kurze Rast einlegen kann oder sich gleich auf das letzte steilere Stück zum Teufelstättkopf aufmachen kann. Zunächst geht es auf einem steilen Pfad nach oben, dieser wird immer felsiger und geht zum Schluss komplett in Fels über. Der letzte Weg zum Gipfel ist mit einem Drahtseil gesichert. Oben erwartet einen dann eine traumhafte Aussicht. Und leider erwarteten mich auch einige kleine Fliegen / Mücken was auch immer, so dass meine Rast aufm Gipfel nach einer viertel Stunde leider beendet werden musste, weil die kleinen Tierchen sich überall verfangen hatten.
Zum Abstieg kann man entweder dem Fahrweg komplett nach unten folgen, oder einmal rechts abzweigen zur Kolbensattelhütte und an dieser vorbei nach unten. Hier allerdings nicht zur Hütte absteigen, sondern dem Weg geradeaus folgen wieder zum Aufstiegsweg zurück.
Wie immer auch der Link zur Tour
Aufstieg: 943 hm Abstieg: 943 hm Länge: 13.8 km Dauer: 5 Stunden
Wanderung Teufelstättkopf Als Vorbereitung für Nepal wollte ich eigentlich so viele Wanderungen wie möglich machen. Irgendwie klappt es aber nicht so richtig.














