"Habe gestern eine Hose für Dich bekommen."
Ansichtskarte
1357 600 Jahre Stadt Oelsnitz, Vogtl. 1957 Theatersaal
Erlbach i.V.: Dick-Foto-Verlag, Erlbach i.V. (IV-14-45 T 111/57 619/3 III/23/27)
1957
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"Habe gestern eine Hose für Dich bekommen."
Ansichtskarte
1357 600 Jahre Stadt Oelsnitz, Vogtl. 1957 Theatersaal
Erlbach i.V.: Dick-Foto-Verlag, Erlbach i.V. (IV-14-45 T 111/57 619/3 III/23/27)
1957
It's June 2nd, International Whore's Day.
This drawing is dedicated to my colleagues on the pole.
Bühne (stage), 20x20cm, ink on paper.
For me this day is a good one. I congratulate friends, they congratulate me, I read the fantastic texts people put out, am happy about nice pictures from events and demonstrations. Sex work activism is often very creative, which makes it great to participate in.
At the same time I’m often so speechless at how we have to discuss the nordic model again and again in Germany. I witness so much paternalism, hate, and ignorance from anti-prostitution activists.
The hardest thing for me personally in these “discussions” is: There are so many people and organisations who say really good stuff. There are so many good and well researched texts by sex workers about worker’s rights, migrational rights, HIV-prevention, consent discussions, safer sex and safer use, ideas about sexuality and the body, about activism, solidarity, grass root organising, and so on and so on.
Still anti sexwork activists cite the same 2.5 non-representative surveys and throw around made up facts and still F*CKING HAVE MORE PULL.
Wow.
It’s frustrating.
Sometimes I find this so frustrating, I can’t even find words for how hard this hurts.
I wish all my colleagues a hopeful and fierce International Whore’s Day.
You are wonderful!
Go Baby Go P14 Jugentheater Kulturposter (freies Projekt)
Von Demos und Konzernen ...
Neulich auf Facebook hatten wir eine große Diskussion, weil *Demonstranten gegen die Sponsoren der Salzburger Festspiele demonstriert haben. Es ging darum, dass man diesen Firmen und ihren skrupellosen Praktiken nicht auch noch eine Bühne geben soll. Ich fands gut, die anderen in der Diskussion ….. naja eher weniger. Es wurde sich furchtbar aufgeregt, wenn man das so will, dann soll man doch wieder wie im Mittelalter leben und auf alles verzichten etc.. Ich finde so eine Argumentation immer reichlich unfair. Wir leben alle auf dem selben Planeten, wir sind alle in dem selben System gefangen und jeder dem es wichtig ist, wird tun was er kann aber Supermans oder Supergirls sind wir alle nicht. Abgesehen davon und das muss ich auch noch sagen, selbst wenn ich Produkte von großen Firmen konsumiere, gibt ihnen das noch lange nicht das Recht, den Regenwald abzuholzen, Menschen auszubeuten, Kinderarbeit einzusetzen, ihnen das Trinkwasser zu stehlen, ihre Flüsse zu vergiften, ihren Grund und Boden zu stehlen, sie in eine Abhängigkeit zu treiben, sie zu verfolgen, zu foltern und zu erschießen, sie in einsturzgefährdeten Bauten schuften zu lassen, etc.. Ich gebe mit keinem einzigen Kauf das okay für solche Praktiken, weil ich das als Bürger strenggenommen meist gar nicht kann, weil Konzerne uns von hinten bis vorne mit süßlicher und verfälschter Werbung belügen! Wir als Bürger haben gar nicht die Chance und auch nicht die Möglichkeit das alles auf Herz und Nieren zu überprüfen, es ist nicht unser Fehler, sondern der, der Konzerne die den Markt absichtlich intransparent halten und es müsste schon lange im Grundgesetzt verankert sein, dass man bei der Herstellung von Produkten keine Menschenrechtsverletzungen, Tierquälereien oder massive Umweltzerstörung betreiben darf. Das wird aber mit Vehemenz boykottiert und zwar von unseren ach-so-umweltbewussten-und-ach-so-Menschenfreundlichen Konzernen und nur zu gerne auf den Bürger abgeschoben, doch eigentlich weiß man dann doch schon wer hier in Wahrheit der Sündenbock ist, und das sind sicher nicht die Bürger!
Zur Diskussion möchte ich noch anmerken, dass man mir vorgeschlagen hat dann doch auf Produkte von Nestlé zu verzichten, wenn ich z.B. so gegen diesen Konzern bin, was ich damit beantworten konnte, dass ich schon seit Jahren nichts mehr von Nestlé konsumiere. Witzigerweise wurde mir das nicht geglaubt, kann ja gar nicht sein, dass jemand der Predigt auch wirklich versucht die Dinge umzusetzen. Dann folgte noch das Argument: „Dann darfst du aber Cola, Sprite usw. auch nicht trinken, weil das ist genau so ein skrupelloser Konzern da kommt man vom hundertsten ins tausendste.“ Auch das konnte ich witzigerweise damit beantworten, dass ich sowas schon ewig nicht mehr trinke, sondern mit Leitungswasser und dem Apfelsaft von heimischen Bauern vorliebnehme. Darauf kam dann keine Antwort mehr.
Dennoch wie gesagt, wir sind alle im selben System und auch wenn man sich bemüht, man kann dem nie ganz entrinnen, Supergirls- und mans sind wir alle nicht und das brauchen wir auch nicht zu sein. Ein Mensch ders perfekt macht wird im großen nicht viel verändern, viele die es nicht perfekt machen aber sich in ihrem Rahmen bemühen so gut es geht vielleicht umso mehr.
*Die Demonstranten waren von Fridays for Future. Ich will hier gar nicht darüber diskutieren, was alles an ihnen verwerflich ist, ich habe da auch selbst schon nachgelesen. Man kann von ihnen halten was man will, ich finde die Botschaft an sich, dass man Konzernen die so viel Schaden anrichten auf der Welt keine Bühne geben sollte, dennoch richtig und wichtig, ungeachtet dessen was bei ihnen im Hintergrund noch für Motivationen stehen oder auch nicht.
Dieses Rezept ist wie ein Taschentuch aus Silikon: Stellt euch mal vor ihr schnäuzt da in ein fleischfarbenes Schwabbelblatt. Der ganze Rotz tropft da wieder ab, fließt nach unten, euch in den Mund und ihr würgt vom ganzen sauren Rotzgeschmack. Dann versucht ihr, euren Brechreiz in Schach haltend, das Silikontempo zu falten aber das Gummi tanzt nur so rum und Schleim fällt auf eure Hose und zieht lange Spinnennetzfäden zwischen euren Fingern. Dann versucht ihr das vollgeschnodderte Ding in die Hose zu stecken, aber es klappt dabei immer wieder auf und eure ganze Hosentasche verklebt sich mit gelb-grünem Nasenscheidewandprodukt. Und das mitten im Bewerbungsgespräch. Genau das ist dieses Rezept. Nur zum Essen und für den Magen halt, wisst ihr, wie ich mein? Was ich sagen will ist: NIEMAND WILL ES UND WARUM EXISTIERT DAS?! Naja, in dem Sinne ist das auch nur Kapitalismus. Resteverwertung so zerdacht, dass es sich nicht mal mehr um Reste handelt. Zumindest wissen wir alle, wo und wann die Produktentwicklung stattfand. Nämlich kurz nachdem vier Kinder bei der Besichtigungstour von Wonkas Schokoladenfabrik spurlos verschwanden. In dem Sinne: Guten Hunger (Michelle, never trust a golden ticket)!
PS: November sin wir wieder auf Tour! Kommt gerne. Wir freuen uns.
06.11. Worst of Chefkoch Show, Audimax Siegen
07.11. Worst of Chefkoch Show, Stadtbibliothek Saarbrücken
08.11. Die Grenze des guten Geschmacks, Wohngemeinschaft Köln
18.11. Worst of Chefkoch Show, Schlachthof Wiesbaden
Greta Garbo