Bergwalden in Cuxhaven
Um das Jahr 2023 gleich mit einer guten Tat zu beginnen, hatte ich mich spontan entschieden, meine Zeit und Kraft noch einmal dem Bergwaldprojekt e.V. zu widmen. Am letzten Tag in Cuxhaven nutzte ich das Wetter aus, um mit kräftigem Rückenwind die Küste entlang zu radeln. Am Nachmittag schloss sich schon wieder eine Regenwand an und ich war froh, mir ausgiebig das Windstärke 10 - Wrack- und Fischereimuseum anschauen zu können. Am Abend stieg ich für 15 Minuten in den Zug, um nach Nordholz zu fahren, wo ich vom Bergwaldteam abgeholt wurde. Ich freute mich den Projektleiter Henning aus dem Erzgebirgs-Projekt vom letzten Jahr wiederzusehen. Schon etwas routiniert verlief dann der erste Abend mit Abendessen, Vorstellungsrunde und den Projekterläuterung. Die Truppe war wieder bunt gemixt und auch hier gab es ein Wiedersehen mit Ute (in ihren 70ern) aus Hamburg, welche ebenfalls bei der ersten Projektwoche des Jahres dabei sein wollte. Die Herberge war dieses Mal sehr komfortabel. Es gab einen großen Aufenthaltsraum und moderne Zimmer für 2 bis 3 Mann mit Bad. So hatte ich das Glück, mit meinen Leipziger Companion Michael das Zimmer zu teilen. Die Projektwoche wurde als Auftrag für den DBU (Deutsche Bundesstiftung Umwelt) auf ehemaligen Flächen des Militärs durchgeführt, um die wertvolle Cuxhavener Küstenheide vor Gehölzwuchs zu schützen und davon zu befreien. Diese artenreichen Heideflächen sind Kulturlandschaften, welche von Menschen - durch Rodungen und Weidehaltung - vor Jahrhunderten entstanden sind und bei Nicht-Eingriff wieder zu einem Wald erwachsen würden. So hieß es dann für uns 5 Tage am Stück sägen, sägen und fällen. Vor allem die Schwarzkiefer, die es aus Südeuropa hierhin verschlagen hat, musste daran glauben. Neben allerlei praktischen Tipps zum Werkzeug, haben wir auch gelernt, wie man bei größerer Baumdurchmessern den Keil schneidet und auf welche Schnitte man achten muss. Wir hatten auch die Gelegenheit gefunden an die Nordsee zu fahren sowieso eine Führung über die Naturerbefläche zu erhalten. Hier entdeckten wir Wisente, Heckrinder und Konik-Pferde.









