Es gibt Tage, da fühlt sich der eigene Körper nicht wie ein Zuhause an, sondern wie etwas, das man nur noch mit sich trägt. Ich bewege mich durch den Tag in einem abgetragenen Jogger, bedeckt von Spuren des Alltags, und frage mich, wann ich aufgehört habe, mich selbst zu sehen.
Der Wunsch, mich schön zu machen, ist kein Ausdruck von Eitelkeit – er ist ein leiser Ruf nach Würde. Nach dem Gefühl, mehr zu sein als Funktion, mehr als Erschöpfung in Bewegung. Wenn ich mich im Spiegel betrachte, sehe ich nicht Unordnung, sondern Entfremdung. Eine Distanz zwischen dem, was ich bin, und dem, was ich mir erlaube zu sein.
Vielleicht ist es nicht der Schmutz auf der Kleidung, der mich beschwert, sondern die Schwere der Tage, die sich daran festgesetzt hat. Und vielleicht beginnt Würde nicht mit einem Kleid, sondern mit dem Erlauben, mich selbst wieder ernst zu nehmen.















