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09.05.2013, Seoraksan-Nationalpark und Felsformation Biseondae und Felshöhle Geumganggul II Nachdem wir die Biseondae-Felsen erreicht hatten, sind wir weiter ins Gebirge gestiegen, um zur Geumganggul-Höhle (금강굴) zu gelangen. Der Anstieg war wirklich hart und wir haben für diese 600 m Wegstrecke eine halbe Stunde gebraucht! Zwar wussten wir nicht, was es mit dieser Höhle auf sich hat, aber der atemberaubende Ausblick auf dem Weg hat uns bereits für die Mühe entlohnt. Wir mussten eine Weile in der Höhe verharren und waren nahezu so in den Bann gezogen, dass der Versuch weiterzuziehen, ohnehin gescheitert wäre. Dieses ehrfurchterregende Gefühl, während man die Perfektion der Natur betrachtet und sich als winziger Teil eines großen Ganzen begreift... gepaart mit einer Portion Höhenangst ist unbeschreiblich. Es ist wie das Gefühl, dass sich beim Lesen von Abenteuergeschichten in Kindertagen eingestellt hat... Nachdem wir uns losgerissen hatten und die letzten Stufen zur Höhle in der Felswand hinaufgestiegen sind, kam uns buddhistischer Mönchsgesang entgegen. Und tatsächlich in der kleinen Höhle, mitten in der Einsamkeit der Berge, hat ein Mönch sein Lager aufgeschlagen. Ein kleiner Schrein, mit drei kleinen Buddhastatuen und bunten Lotuslaternen davor befindet sich am Ende der in den Fels geschlagenen Höhle. Das Bett des Mönches befindet sich direkt am Ausgang bzw. Abgrund (hoffentlich hat er einen ruhigen Schlaf). Wir sind mit ihm ins Gespräch gekommen. Er hat uns erzählt, dass er vier Tage die Woche nach oben kommt und von früh morgens bis abends dort sitzt und buddhistische Schriften studiert. Er isst nur morgens und abends, da es auch sowieso weit und breit keine Toilette gibt. Auf die Frage, ob er auch in Winter hier oben wäre und wie das ginge, entgegnete er: "Man KANN das überleben." Da es bald dunkel wurde und der Mönch ins Tal aufbrechen wollte, haben wir ihn zu einem Bier und Essen eingeladen. Anschließend verließen wir die Berge und den Seoraksan-Nationalpark, verabschiedeten uns von unserem neuen Freund und haben hier etwas erlebt, das wir nie vergessen werden.
09.05.2013, Seoraksan-Nationalpark, Felsformation Biseondae und Felshöhle Geumganggul I Heute haben wir den Seoraksan-Nationalpark (설악산) mit seinen vielen zerklüfteten Bergen besucht. Eigentlich wollten wir nur mit der Seilbahn auf einen Gipfel fahren und die Aussicht genießen, aber es kam anders und sollte das tollste Erlebnis unserer Reise werden... Wir wollten vor der Fahrt mit der Seilbahn eine kleine Wanderung unternehmen und haben uns für die Rute Richtung Biseondae-Felsen (비선대) entschieden (letzte drei Bilder). Auf dem Weg sind wir an einer gigantischen Buddha-Statue vorbeigekommen, die zum Sinheungsa-Tempel (신흥사) gehört, und haben ein pfiffiges Streifenhörnchen getroffen. Wenn man hier durch die Wälder und Berge läuft, begegnet man häufig zahmen Streifenhörnchen, die einen auf dem Weg begleiten, in der Hoffnung etwas zu Essen zu bekommen. ...Für ein gutes Foto und in Ermangelung etwas Essbarem musste ich eines mit einem Stöckchen reinlegen...