Russland weist jede Stationierung westlicher Truppen in der Ukraine kategorisch zurück. Das Außenministerium warnt, auch europäische Kräfte
Russland wird unter keinen Umständen einer Stationierung von Truppen westlicher Staaten in der Ukraine zustimmen, gleich in welcher Form, auch nicht außerhalb formeller Nato-Strukturen. Das erklärte der stellvertretende russische Außenminister Sergej Rjabkow in einem Interview mit ABC News. Auch russische Nachrichtenagenturen berichten darüber.
Moskau sei zwar offen für Gespräche über mögliche Lösungsansätze in der Ukraine, werde jedoch „weder unterstützen noch billigen oder auch nur hinnehmen“, dass Nato-Truppen auf ukrainischem Territorium präsent seien, sagte Rjabkow. Auf die Nachfrage, ob europäische Streitkräfte ohne Nato-Mandat für Russland akzeptabel wären, antwortete er entschieden: „Nein, nein und nochmals nein.“ Eine sogenannte „Koalition der Willigen“ unterscheide sich im Kern nicht von der Nato und könne die Lage in der Region sogar verschärfen, da solche Arrangements außerhalb etablierter Bündnisverfahren getroffen würden.
Rjabkow betonte zudem, im Westen fehle es derzeit grundsätzlich an Stabilität und Vertrauen. Innerhalb der russischen Führung herrsche ein „vollständiges und dominierendes Misstrauen“ gegenüber allem, was von der Nato und den führenden westlichen Hauptstädten des Bündnisses ausgehe. Vor allem die Regierungen in Berlin, Paris und London als auch die EU dürften gemeint sein.
Die Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund der Ukraine-Gespräche europäischer Staats- und Regierungschefs und amerikanischer Unterhändler in Berlin. In den vergangenen Tagen verabschiedeten Bundeskanzler Friedrich Merz und weitere europäische Politiker Erklärungen zur Unterstützung der Ukraine. Im Zentrum steht der Vorschlag, eine multinationale, von Europa geführte Truppe zur Absicherung eines möglichen Waffenstillstands in die Ukraine zu entsenden. Diese solle die ukrainischen Streitkräfte unterstützen sowie die Sicherheit des Luftraums und der Seewege gewährleisten, auch durch Einsätze innerhalb des Landes. Russland lehnt einen solchen Einsatz bislang kategorisch ab und hat wiederholt erklärt, Truppen aus Nato-Staaten würden als militärische Ziele betrachtet.















