Der Bruchpunkt: Eigentlich ist Gehen gar nicht so schwer
Eigentlich ist es gar nicht so schwer zu gehen. Und man braucht meiner Meinung nach auch keine gewaltigen Verletzungen, um zu gehen. Glaub mir, es kommt irgendwann dieser eine Bruchpunkt für einen Menschen... Nachdem man den ekelhaften Egoismus hinter diesem „Ich mache das nur zu deinem Besten“-Gerede durchschaut hat, kann man ohnehin nicht mehr bleiben.
Jeder Mensch, der mich bis heute verlassen hat, wollte irgendwann in mein Leben zurückkehren. Manche taten es auch – aber nur aus Respekt vor den gemeinsamen Erinnerungen. Und ich meine das nicht nur im romantischen Sinne; auch Freunde verlassen einen manchmal…
Das Gefühl, nicht gehen zu können oder an jemandem gefesselt zu sein, empfinden meistens diejenigen, die die Beziehung eigentlich schon beendet haben. Aber als wäre das nicht genug, wird man selbst dafür beschuldigt, dass man nicht verzeiht, warum man nicht verzeiht oder dass man sich zwischen Dingen entscheiden muss. Weil es immer so läuft: Jeder macht Fehler, dem, der den Fehler macht, wird verziehen, und der, der darunter leiden musste, geht daran zugrunde. Dabei ist es absolut nicht dasselbe.
Der Bruchpunkt, Freunde… stellt euch vor, jemand verbringt seine ganze Zeit mit euch, und wenn er nach Hause kommt, erzählt er anderen von euch nicht voller Bewunderung, sondern er macht euch zum Gespött… In diesem Moment hat er dich bereits verlassen. Und da es für jemanden, der innerlich schon gegangen ist, gar kein „Verlassenwerden“ mehr geben kann… Was kann er dann noch von dir verlangen, wenn von der Beziehung nicht einmal mehr ein Funken übrig ist?














