Drei Wochen sind nun vergangen seitdem ich mich aufmachte ins große Unbekannte. Drei Monate Mexiko im Werk Saltillo standen im Rahmen meines dualen Studiums bei ZF in Schweinfurt an.
Klar fragt man sich da vorher, ob einem das überhaupt gefällt und viele Leute erzählen einem Wunder wie gefährlich es dort sei. Und als ich an meinem ersten Abend in Monterrey (Stadt ca. 1 Autostunde von Saltillo entfernt) gelandet bin, hatte ich auch diese Unsicherheit im Nacken. Ohne die Sprache zu beherrschen in ein fremdes, angeblich unsicheres, Land zu reisen, ob das eine gute Idee war?
Ja das war es sicherlich. Man wird hier nach sehr kurzer Zeit so behandelt als gehöre man zur „großen Familie“ egal ob im Unternehmen oder im neuen Freundeskreis. Man wird aufgenommen so wie man ist, auch wenn man wie ich nur „un poco“ Spanisch spricht. Klar sollte man sich abends/nachts nicht alleine draußen in dunklen Ecken aufhalten, was aber angesichts der 700.000 Einwohner auch in jeder deutschen Stadt dieser Größe der Fall wäre. Ich jedenfalls fühle mich in Begleitung eines Kollegen in der Stadt wie zu Hause.
So vergingen die ersten paar Wochen wie im Flug, und man kann sich keine bessere Umgebung zum Arbeiten vorstellen. Die Kollegen sind allesamt immer gut gelaunt. Dieses Lachen auf den Gesichtern der Mexikaner macht es einem jeden Tag wieder zur Freude, zur Arbeit zu kommen. Ob das in Deutschland auch immer der Fall ist, wage ich zu bezweifeln. Und das alles bei einem 9-Stunden-Tag. Wer das schon nicht glaubt: Da ist noch sehr viel Luft nach oben, mit Arbeit am Samstag und Sonntag und Schichten bis tief in die Nacht. Hier wird nicht nach der Arbeitszeit, sondern nur nach dem aktuellen Stand des Projekts gefragt.
Was ich sonst noch in den ersten Wochen erlebt und erfahren habe, erfahrt ihr in der Fortsetzung …