Cebil, Villca
Cebil oder Villca (Anadenanthera colubrina) gehört zu der Familie der Hülsenfruchtgewächse. Es gibt zwei Unterarten, die Varietät colubrina, die im östlichen Brasilien vorkommt und die Varietät cebil, die in Argentinien, Bolivien, Paraguay, Peru und ebenfalls im östlichen Brasilien vorkommt. Die Samen (Fruchtschoten) wirken psychoaktiv. Der Baum ist schwer zu identifizieren und wird oft verwechselt.
Wirkstoffe:
Die Samen enthalten Bufotenin. Je nach Varietät wurden auch andere Tryptamine wie 5-MeO-DMT, DMT, DMT-N-oxide und Bufotenin-N-oxide analysiert.
Wirkung:
Die Cebilsamen können geraucht oder als Cebilschnupfpulver oder auch als Getränk konsumiert werden. Bei dem Schnupfpulver treten starke Halluzinationen ein, die ca. 20 Minuten andauern. Die gerauchte Möglichkeit wirkt ca. 2,5 Stunden an, dabei wirken die ersten 30 Minuten, laut Literatur, sehr stark und verursachen ebenfalls Halluzinationen. Körperliche Schwere und bei geschlossenen Augen visuelle Halluzinationen wurden berichtet. Es wird außerdem berichtet, dass vorheriges Coca kauen (Erythroxylum coca), die Visionen klarer werden lässt und mögliche Nebenwirkungen aus bleiben.
Der Baum wird 3 bis maximal 18 Meter hoch und besitzt eine fast schwarze Rinde. Die Samen sind sehr flach, rundlich bis rechteckig und von rotbrauner Farbe. Vor 4500 Jahren wurde in der Punaregion von den Tiahuanaco-Indianer, die Samen der Cebil, in Pfeifen geraucht. Der Gebrauch als Schnupfpulver und als Zusatz zum Maisbier (Chicha genannt) wurden ca. 1570 bis 1580 erwähnt. Die Matacoindianer brauten noch bis Ende des 20. Jahrhunderts Cibilwein.
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Alle Informationen dienen der Aufklärungen und Weiterbildung. Vom Konsum und Experimenten wird dringlich abgeraten.
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Quellen: Enzyklopädie d. psychoaktiven Pflanzen (C. Rätsch) Bildquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Anadenanthera_peregrina














