» Strindberg setzte also von Anfang an auf die Differenz zwischen den Wahrnehmungen des Auges und den Aufzeichnungen der Fotografie. Die Versuche setzten voraus, dass beide nicht dasselbe zeigen würden, und insofern ist klar, dass Strindberg seine Celestographien nicht als >Abbilder< sah, die den vertrauten Anblick des Sternenhimmels wiedergeben müssten, sondern im Gegenteil als dessen Transformation in ein unähnliches, fotografisches Bild. Dass der nächtliche Himmel über Dornach auf den Aufnahmen nicht >wiederzuerkennen< war, gehörte zum Programm. Dahinter stand das Begehren zu wissen, »wie sich die Welt unabhängig von meinem trügerischen Auge darstellt« - zugespitzt formuliert also: wie die Welt sich zeigte, wenn Strindberg selbst nicht anwesend war. «
- peter geimer, bilder aus versehen. eine geschichte fotografischer erscheinungen












