Porto: Impressionen
Möwen thronen wie dicke weißbäuchige Wächter auf Dächern, Schildern, Laternen. In den Schaufenstern der Confeitarias reihen sich Kuchenstücke mit dunkelgelber Creme, Puderzucker, Baiser und Schokolade. Ein kühler Wind vom Atlantik weht durch die kopftsteinbepflasterten Straßen, verweht die Frisur einer alten portugiesischen Dame, die einen Trolley mit Einkäufen hinter sich her zieht. Die Schritte ihrer beigen Schuhe und das Knirschen der Rollen des Trolleys werden übertönt von der antik aussehenden Straßenbahn, die sich die Hügel der Rua de Faria Guimarães hinaufmüht. An den geschwungenen, eisernen Balkons baumeln Wäschestücke. Mal nach Farbe sortiert (blau, grün, blau, grün, blau), mal hastig aufgehängt. Dunkle Gemäuer und buntgekachelte Häuser. In den Bars läuft Fußball, weißhaarige Portugiesen lassen sich eisgekühltes Superbock den Rachen hinunterrinnen.







