Scoopcamp15: Natalia Antelava über die Web-Plattform Coda Story
Natalia Antelava ist die Mitgründerin der Web-Plattform Coda Story, welche sie im Rahmen ihres Vortrags beim Scoopcamp 2015 genauer vorstellt.
Zu Beginn ihrer Karriere war Natalia Antelava freiberuflich in Westafrika unterwegs und ist seitdem für den BBC als Korrespondent im Kaukasus, Zentralasien, dem Mittleren Osten, Washington DC und Indien tätig. Außerdem arbeitete sie schon für den Guardian, das Forbes Magazin, die Washington Post und den New Yorker und wurde zudem für einen News & Documentary Emmy nominiert.
Antelava beginnt ihren Vortrag zu ihrem Startup Coda Story, zunächst mit einer Geschichte aus vergangener Zeit beim BBC. 2008 war sie für die BBC in Myanmar tätig, um über den Zyklon Nargis zu berichten, der zu der Zeit großen Schaden und Verwüstung im Land hinterließ. Während den Berichterstattungen stellte sie sich die Frage, warum man die Dinge nicht in einem größeren Kontext sieht. Der Journalismus wie wir ihn kennen, ist nicht für Fortsetzungen designt. Man ließt eine Zeitung und legt sie im Anschluss auf den Altpapier-Stapel, man guckt sich eine Sendung im Fernsehen an und sobald diese vorbei ist, war es das.
Mit ihrer Web-Plattform Coda-Story möchte sie dagegen vorgehen. Laut Antelava können wir die Dinge im digitalen Zeitalter von Grund auf anders machen. Coda liefert ausführliche Analysen zu Krisenthemen, verzichtet dabei aber auf Breaking News, sondern bleibt einer Story langfristiger treu. Eine neue Art, Krisen und komplexe Themen journalistisch zu erfassen und in seine Einzelteile zu zerlegen. So wird jede Krise in etwa ein Jahr lang abgedeckt.
Letztes Jahr gewann Coda Story bereits beim Global Editors Network annual summit im Wettbewerb „Best Startups for News”.
Ein sehr schöner Vortrag und ein interessantes Projekt für alle, die ebenfalls der Meinung sind, dass die Medien bei den Berichterstattungen zu viele Fragen offen lassen. Bleibt noch abzuwarten, ob sich das Prinzip durchsetzt und vielleicht sogar die Zukunft des Journalismus im digitalen Zeitalter, ein Stück weit mit revolutionieren kann.













