Dance Gallery Cecile und Nathalie
Herzlich, enthusiastisch, organisiert und talentiert sind vier Stichworte, die mir sofort in den Sinn kommen, wenn ich Cecile Lehner und Nathalie Iten beschreiben darf. Die beiden jungen Frauen haben sich mit der Eröffnung der Dance Gallery Tanzschule im Jahr 2014 und der fantastischen #10frames Performance vom letzten Novemberwochenende verwirklicht und beruflich gefunden.
Wie kommt man auf die Idee eine Tanzschule zu gründen und wer sind die Beiden...
Cecile und Nathalie haben sich vor Jahren als engagierte Tanzlehrerinnen im Tanz Atelier in Effretikon kennengelernt. Beide erzählen mir, dass sie bereits in jungen Jahren ihre Kinderzimmer in Tanzschulen umwandelten und mit ihren imaginären Schüler/innen Schrittkombinationen und Posen erlernten.
Bevor sie sich dem Tanzen total hingaben, haben beide einen Brotberuf erlernt. Cecile im Kaufmännischen in der Finanzbranche und Nathalie als med. Praxis-Assistentin. Diese Jahre in einem sogenannten “normalen” Beruf eröffnen sich als Bonuserfahrung für die verschiedenen Bereiche einer eigenen Tanzschule.
Als das Tanz Atelier in Effretikon schloss, packten sie die Chance am Kragen. Sie fühlten sich bereit, hatten genug Erfahren und suchten in ihren Leben nach einer neuen Herausforderung. Für Beide war klar, dass sie zu zweit und gemeinsam die Dance Gallery eröffnen möchten. Als Team ergänzen sie sich grossartig. Cecile unterrichtet mehrheitlich Jazz und Kindertanz und Nathalie die Hip Hop und Zumba Klassen. Als Geschäftsinhaberinnen übernimmt Cecile Rechnungswesen- und Marketingaufgaben und Nathalie ist in der direkten Kundenbetreuung tätig. Daneben teilen sie sich administrative und eventorganisatorische Aufgaben.
Dass der Mensch im Mittelpunkt steht, ist ihr Erfolgskonzept. In der Dance Gallery soll jeder Schüler/in seiner Kreativität Platz schenken, um das vielfältige Angebot nutzen zu können, und so seinen ganz eigenen Stil entdecken. Ganz nach dem Motte dieses Jahrhunderts: “Finde dich selbst - sei du selbst”.
Die #10frames Performance im Rössli in Illnau vom vergangenen Wochenende war ein riesen Erfolg. Volles Haus, super Stimmung, motivierte Tanzbegeisterte und gelungene Auftritte. Cecile und Nathalie könnten nicht freudiger sein mit dem Outcome des Events.
Das Publikum wurde von Vivi Tita in eine Galerie entführt, die hinter verschlossenen Türen zu leben erweckt. Bilderrahmen haben sich verschoben, Löwen sind ausgebrochen, Neonfarben bewegten sich und Kämpferinnen sind auferstanden. Alle Schülerinnen und Schüler aus den verschiedensten Sparten des Tanzes konnten ihr während dem Jahr Erlerntes, einem breiten Publikum präsentieren. Die zwei Inhaberinnen wollten ihren Tanzschüler/innen die Gelegenheit bieten, ihren Familien und Freunden auf einer grossen und professionell eingerichteten Bühne, ihr Können zu zeigen. Mit dieser Show wollten sie ausserdem die Vielseitigkeit des Tanzes in der Dance Gallery zum Ausdruck bringen.
Im Verlauf des Treffens durfte ich Nathalie und Cecile einige Fragen zur #10frames Performance stellen, die sie gerne beantworteten.
Fazit: Powerfrauen mit grossen Herzen, super cool.
Wie habt Ihr den Anfangsprozess zur Erstellung der Show empfunden?
Nathalie und Cecile: Mittels Brainstorming haben wir begonnen Ideen auszutauschen. Einige Einfälle für Choreografien und Requisiten waren bereits vor der Themenfindung vorhanden. Eine Idee inspirierte zur nächsten usw. In einem zweiten Schritt haben wir versucht eine Struktur in das Ganze zu bringen.
Hat sich vieles geändert von der Anfangsidee zum Schlussprodukt?
Nathalie und Cecile: Von der Anfangsidee bis zum Schlussprodukt hat sich einiges getan. Die Story musste im Detail definiert werden und die einzelnen Stücke zu einem Ganzen zusammengeführt werden.
Wie hat das Kreieren mit den Schülern funktioniert? Wie habt ihr das Proben für die kids und teens spannend gestaltet?
Nathalie: Grundsätzlich waren alle begeistert und motiviert. Ich möchte aber nicht leugnen, dass es auch hin und wieder Krisen bei den Schülern und auch bei uns gab. Dies gehört einfach zu so einem grossen Projekt dazu. Wichtig ist, immer das Ziel im Blick zu behalten. Das Üben der Choreos mit unseren Schülern hat mir sehr viel Spass gemacht.
Cecile: Jede Klasse funktioniert anders. Die Herangehensweise bei den Vierjährigen ist natürlich ganz anders als jene bei Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen. Auch bei mir war die Motivation der Schülerinnen gross. Die Trainings bei den Jugendlichen wurden teilweise gebremst, da viele Abwesenheiten vorkamen, welche meistens mit dem Leistungsdruck in der Schule oder in der Lehre begründet wurden. Auch bei den Erwachsenen fielen Trainings aus, da das Berufsleben und das private Umfeld nicht immer mit den Proben vereinbart werden konnten. Dies führte dazu, dass man in den Proben oft mehrmals die gleichen Korrekturen geben musste. Zeit, die ich lieber zum präzisieren der Choreografie oder zur Verbesserung der Bewegungsqualität einsetzten wollte.
Was muss man alles beachten, wenn man so eine Show zusammenstellt?
Nathalie und Cecile: Ganz viele Einzelteile bilden die Show: Vielfältige Musikwahl / Besprechungen mit dem Tanzlehrern / Ablauf für die Schnellumzüge für Schüler, welche mehrere Auftritte haben einplanen / technische Umsetzbarkeit von Ideen / Musikschneiden / Lichtkonzept erstellen und Anleitung für Lichttechniker schreiben / Musik-Cues aufschreiben: wann startet die Musik / Bühnen Auf- und Abgänge planen / Übergänge der einzelnen Choreografien und Szenen planen / Beamer-Show auf Musik timen / Materialeinkauf für Requisiten / Auswahl der Kostüme / alle Grössen der Kinder aufnehmen / Ticketverkauf planen / usw.
Was liegt Euch besonders am Herzen?
Nathalie und Cecile: Wir sind unseren Ehemännern, Familien, Freunden, Lehrpersonal, Schüler/innen, Helferinnen und Sponsoren überaus dankbar, denn ohne die wäre das Projekt #10frames Performance nie möglich gewesen. Alle haben an einem Strang gezogen und somit unseren Traum realisiert.
Danke für Eure Zeit Cecile und Nathalie. Weiterhin so viel Erfolg!