Co-Reach 2016 in Nürnberg - Die Dialogmarketing Messe
Es hat ein bisschen gedauert, bis ich mich endlich an mein kleines Resümee setzen konnte. Die letzten Tage lag der Fokus klar auf der Ausarbeitung und Konkretisierung der Thesis, der Fußballvorbereitung für die neue Saison - Sport Sport Sport - und natürlich der ein oder andere Ausflug mit meiner Angebeteten ;-) Doch nun zur Messe:
Da ich schon in meiner Bachelorthesis positive Erfahrungen mit einem Messebesuch als Informationsbeschaffung gemacht habe, habe ich mich auch diesmal dazu entschieden nach einer passenden Messe umzuhören. Schnell bin ich dabei auf die Co-Reach gestoßen. Mein Fokus lag allerdings auf Online Marketing, deshalb war ich mir nicht sicher ob ich auf einer Messe für Dialogmarketing glücklich werden würde. Dialogmarketing umschließt natürlich vieles mit ein und unter anderem das Print-Marketing. Doch nach einem kurzem Blick auf den Votragsplan war mir bewusst: Der Fokus der Vorträge liegt klar auf dem Online Angebot. Mit 2 Bühnen die sich sogar fast ausschließlich mit der Digitalisierung des Marketings beschäftigen - Digital Marketing Bühne | Crossmedia Bühne - war ich nun zu 100 % überzeugt, die Co-Reach zu besuchen. Vorweg: Die Messe ist hauptsächlich daran orientiert, mittelständische Unternehmen, Unternehmer aber auch dem ein oder anderem Großunternehmen ein breiten Schnitt des aktuellen Standes im Dialogmarketing wieder zu geben und Agenturen zu präsentieren, die Unternehmen dabei unterstützen können.
Natürlich stellt sich jetzt die Frage, welche Informationen wollte ich abgreifen?
Da ich mich schon sehr stark mit der Thematik Smart Data und Big Data beschäftigt habe, wollte ich einen zusätzlichen praktischen Ansatz dieser Gebietes finden und kennen lernen. Nicht wenige Vorträge handelten von diesem Thema und nicht wenige Besucher verfolgten genau diesen Vorträgen. Warum? Man merkte schon Anhand derer, welche im Anschluss der Vorträge Fragen stellten - Jeder will Daten, aber keiner weiß wie man das am Besten anstellt. Niemand will den Schritt der Datensammlung verpassen. Logischerweise birgt das schier unendlich Möglichkeiten. Aber für den Großteil ist es schwierig einzuschätzen, wie man damit überhaupt loslegt und am Besten damit umgeht. Wie sammelt man überhaupt Daten um den Kunden nicht zu verärgern, mit nerviger Display-Werbung abzuschrecken oder gar mit dem Datenschutz in Konflikt zu geraten?
Und immer wieder diese Datensilos...
Big Data - Das war der Begriff der letzten Jahre. Jeder will Daten sammeln, am Besten ständig und überall. Das Problem dabei war aber oft, das jede Abteilung die Daten für sich selbst sammelte. Der Vertrieb, das Marketing - innerhalb das Marketings. Aber es ist nun mal so, dass die Costumer Journey über alle Bereiche hinweg führt - Trotzdem versucht jeder mit seiner Kundenansprache den Kunden zu überzeugen - Selbst Kampagnen sind manchmal nicht Kanal übergreifend. Ein Desaster, das den Kunden nur noch mehr abschreckt, vergrault oder nicht überzeugt. Deshalb müssen diese “Datensilos” aufgebrochen werden. Abteilungen müssen zusammenarbeiten, Kanäle müssen einen gemeinsamen Weg zum Kunden finden, Daten müssen rund um den Kunden gefunden werden - nicht um die eigene Kampagne. Der Begriff des Single Costumer View traf in meinen Augen die Problematik ganz gut.
Cookies setzen oder doch keine Cookies setzen?
Cookie-Dropper, Add-Blocker, unterschiedliche Nutzer an einem Rechner - Ein Drama für denjenigen, der den Kunden individuell beleuchten will. Selbst die Redner der Vorträge wussten darauf nicht immer eine plausible Lösung. Cookies alleine bringen uns nicht an das Ziel des Single Costumer Views - es ist eher das Zusammenspiel vieler Komponenten. Costumer IDs, manuelle Dateneingabe und -pflege, gewissenhaftes Setzen von Cookies... In anderen Worten: Wieder mehr Zeit und Geld in den Kunden investieren. Eine schnelle billige maschinelle Lösung ist zwar möglich, aber birgt auch viele Gefahren. Falschinformation, fehlerhafte Informationen, genervte Nutzer. Jeder “analoge” Händler baut eine persönliche Beziehung zum Kunden auf, nimmt sich Zeit für diesen. Wir müssen das auch für unsere digitalen Kanäle übernehmen - die Stelle des Datenanalysten, des Datenpflegers kreieren. Dazu kommt, dass man die Costumer Journey selbst verstehen muss. Wann ist der Nutzer mobil am Datensammeln - Welches Conversion-Ereignis muss ich als Ziel anvisieren?
Mobil First - Infos am Smartphone - Leads am Desktop
Wir alle fangen wohl am Handy an etwas zu suchen, auf etwas im Netz der Social Media zu stoßen - auf einen Artikel aufmerksam zu werden. Aber die Bestellung, die Kontaktanfragen? Dafür setzt man sich dann doch noch an seinen Rechner mit Tastatur und Maus. Diese Schritte müssen uns bewusst werden, dass müssen wir ausnutzen und unsere Kundenansprache dahingehend optimieren.
Es geht nicht nur um das, was uns Technologien ermöglichen - Es geht darum, wie man diese bestmöglich einsetzt. Das hat den Nagel auf dem Kopf getroffen, deshalb konnte ich für meine Arbeit wertvolle Schlüsse auf der Co-Reach ziehen und diese mit gen Süden nehmen.
Und die Aussteller?
Da ich selbst schon Verantwortlicher eines Ausstellungsgeländes war, haben mich natürlich auch diese interessiert. Viel kann ich allerdings nicht dazu sagen, da der Fokus hierbei sehr stark auf den Printmedien lag, auf Social Media Lösungen für mittelständische Unternehmen, auf digitale Konzepte für Unternehmen.
Nürnberg ist meine Stadt...
Danach ging es für mich noch zum Essen in die Innenstadt. Den Sonnenuntergang auf der Kaiserburg, ein guter Burger im Hans-Im-Glück. Nürnberg, es war mir eine Ehre.
So, what ... Tolle Messe, es hat mir Spaß gemacht. Ich werde wieder kommen, auch wenn es beim nächsten Mal für mich dann nicht mehr um eine Abschlussarbeit geht. Das hoffe ich zumindest.












