Manchmal steckt die Ursache tiefer, als man zunächst denkt
Die letzte Woche ware für Hilde und mich ziemlich anstrengend.
Alles begann mit nächtlichem Durchfall. Tagsüber war ihr Kot völlig normal, doch sobald die Nacht kam, bekam sie plötzlich starken, wässrigen Durchfall. Anfangs war ich ratlos und fragte mich, was dahinterstecken könnte.
Rückblickend begann alles genau zu dem Zeitpunkt, als ich ihr abends die Betthupferl von LILA LOVES IT gegeben habe. Eigentlich sind sie als kleiner Gute-Nacht-Snack gedacht, doch sie enthalten unter anderem Erdnussbutter und vermutlich war diese Kombination für Hildes ohnehin empfindlichen Darm am Abend einfach zu viel.
Je mehr ich darüber nachdachte, desto klarer wurde mir aber, dass die eigentliche Ursache wahrscheinlich viel tiefer lag.
Seit ihrem Einzug hat Hilde verschiedene Futtersorten bekommen. Anfangs Royal Canin Puppy, danach Lukullus, anschließend Terra Canis Getreidefrei und zuletzt – aus finanziellen Gründen – eine günstigere Eigenmarke vom Futterhaus.
Hinzu kommt, dass Hilde nach ihren Läufigkeiten immer etwas mäkelig wird. Natürlich wollte ich nur das Beste für sie und habe deshalb öfter das Futter gewechselt. Heute weiß ich, dass genau diese gut gemeinten Veränderungen ihre Darmflora vermutlich immer empfindlicher gemacht haben.
Als dann die Betthupferl dazukamen, war das Fass wohl endgültig voll.
Also begann für uns eine Schonkostphase.
Es gab sehr weich gekochten Reis zusammen mit der Bio-Hühnersuppe von LILA LOVES IT. Schon nach kurzer Zeit zeigte sich, dass diese Entscheidung richtig war. Bei einer der ersten Gassirunden setzte Hilde zunächst Schleim und anschließend viel Flüssigkeit ab. Das sah zwar erschreckend aus, war aber letztendlich ein Zeichen dafür, dass sich ihr Darm reinigte.
Von da an ging es jeden Tag ein kleines Stück bergauf.
Bereits am nächsten Morgen war ihr Kot wieder geformt. Kurz darauf war auch ihre Energie zurück. Plötzlich war wieder der kleine Dackel da, der Stöckchen trägt, neugierig schnüffelt und den typischen Dackel-Blödsinn im Kopf hat.
Zwischendurch wurde der Kot sogar etwas zu fest. Das ließ sich aber ganz einfach ausgleichen, indem ich etwas mehr Wasser und ein wenig Distel Öl zum Futter gegeben habe.
Natürlich blieb Hilde trotzdem Hilde.
Auf der Hundewiese schaffte sie es innerhalb weniger Sekunden einen Erdnuss-Flip, etwas Rotkohl und noch irgendein weißes Etwas vom Boden zu erwischen. Ich war sofort in Sorge und habe sie anschließend genau beobachtet. Zum Glück passierte nichts. Offenbar war ihr Darm inzwischen schon wieder deutlich stabiler.
Für mich steht inzwischen fest, wie wir künftig weitermachen.
Hilde bleibt dauerhaft bei ihrem Bio-Huhn von LILA LOVES IT. Sollte sie nach der nächsten Läufigkeit wieder mäkelig werden, wird das Futter nicht mehr gewechselt. Der Napf wird nach einer gewissen Zeit einfach wieder weggeräumt und zur nächsten Mahlzeit erneut angeboten. So schwer es manchmal fällt – ihre Darmflora braucht vor allem eines: Ruhe und Beständigkeit.
Auch bei den Leckerlis werde ich künftig vorsichtiger sein. Zunächst gibt es eine kleine Pause. Danach werden nach und nach nur magenfreundliche Snacks eingeführt. Die Betthupferl werden dagegen erst einmal aus unserem Abendprogramm verschwinden.
Diese Wochen haben mir wieder gezeigt, wie sensibel ein Hundedarm sein kann.
Manchmal versucht man alles richtig zu machen – und merkt erst später, dass weniger Veränderung oft die bessere Entscheidung gewesen wäre.
Ich hoffe sehr, dass wir nun endlich den richtigen Weg für Hilde gefunden haben. Denn nichts ist schöner, als den kleinen Dackel wieder fröhlich, neugierig und voller Lebensfreude durch die Welt laufen zu sehen.