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Der Blocksberg
Im Zusammenhang mit dem Ort der späteren Dankeskirche gibt es etwas zu berichten, das wohl teilweise in den Bereich der Sagen gehört— einen geheimnisvollen Platz. Dieses interessante Detail aus der Holtenauer Vergangenheit wird in einer Topographie von 1855 erwähnt:
"Holtenau war in früherer Zeit ein adelicher der Familie v. Buchwald gehöriger Hof an der Levensaue, wo sich noch am östlichen Ende des Dorfes Spuren von Gebäuden finden; besonders enthält ein mit Buschwerk bewachsener Hügel Blocksberg bedeutende Ueberreste."
Der Begriff Blocksberg, womit hier anscheinend der Ort gemeint ist, an dem sich einstmals der Meierhof Holtenau befand, stand früher oft im Zusammenhang mit Magie, Hexen und Hexenverfolgung. Orte mit dem Namen Blocksberg galten als Versammlungsplätze von Hexen. Hier wurden in den 1880er Jahren durch den Kieler Professor Pansch1 Ausgrabungen vorgenommen.
"… ..und den ungefähr gleichzeitigen Beobachtungen des Hrn. Prof. Pansch im Blocksberg bei Holtenau, Kreis Eckernförde (Correspondenzblatt der Deutschen anthropologischen Gesellschaft 1883, S. 54). Hier wie dort ein viereckiges Fundament, aus Feldsteinen in Lehm aufgesetzt, von ziemlich gleichem Flächeninhalt; in Zeust 6 m lang und 4,40 m breit; im Blocksberg 7 m lang und 4 m breit; doch waren die Grundmauern hier dicker und höher. Der Binnenraum war an beiden Stellen mit Lehm ausgefüllt, worin wieder Feldsteine fest eingestampft und vermauert waren. [...] Laut einer späteren Mittheilung vom 13. October 1883 in der Kieler Zeitung fand sich hier ein grosser platter Stein; darauf und daneben eine Schicht von Asche und Kohlen, sowie auch einige Knochenstücke, Topfscherben und Eisentheile; und diese ganze — wenn man so sagen darf — Herdstätte war mit einer Steinpflasterung bedeckt, bzw. geschützt. Auch sonst sind in der Lehmmasse noch Brandschichten, Kohlen und Eisenreste vorgekommen; aber hier war offenbar die Hauptstelle des Opferbrauchs, und die Ueberpflasterung sollte m. E. die in Zeust und sonst beliebte Ummauerung ersetzen."
Möglicherweise werden hier die Ruinen des untergegangenen Holtenauer Meierhofes beschrieben. Wenn man sich die Größe der Räume vor Augen führt und die Art ihrer Ausführung, dann liegt der Gedanke zumindest nahe.
Einen anderen Standpunkt vertritt hier der Heimatforscher Nikolaus Detlefsen, der auf die Möglichkeit hinweist, daß es sich hierbei um die Ruinen einer Burg eines gewissen Lewold handeln könnte - dem Namensgeber der Levensau (= "Au des Lewold").
http://www.apt-holtenau.de/holtenau-info/history/blocksberg.htm