Januar 2015
Zukunftstaugliche Ablagekonzepte und noch viel bessere Ordnungssysteme
Es ist Prüfungszeit. Ich muss mir wieder vier neue Prüfungen aus den Fingern saugen. Vorher gilt es aber, die Musterlösung für die letztjährigen Prüfungen zu veröffentlichen. In zwei Fächern finden sich die alten Prüfungen tatsächlich da auf meiner Festplatte, wo ich sie vermute. Die dritte liegt in einer verschlüsselten Dropbox und findet sich auch nach etwas Suchen.
Mit der vierten verbringe ich den ganzen Abend. Sie ist einfach nirgends auf der Platte. Weder in meinem zukunftstauglichen Ablagekonzept von vor drei Jahren, noch in dem viel besseren Ordnungssystem von vor zwei Jahren, noch einfach im Ordner "Entwurf", der Vorhölle der systematischen Ablage. Gegen Mitternacht werfe ich verzweifelt und bar jeder Hoffnung die Windows-Dateisuche an. Ich habe nämlich auch für die Dateinamen ein hervorragendes Konzept, das ich regelmäßig ändere, da ich mich nicht mehr daran erinnern kann. Ich weiß daher nicht einmal, nach was ich suchen muss.
Da taucht ein PDF im Download-Ordner des Browsers auf, das einen passenden Namen hat. Nach ein paar Minuten Rätseln fällt mir ein, dass ich die Prüfung gemeinsam mit einem externen Kollegen als Googledoc geschrieben habe.
(Natürlich darf ich weder Dropbox noch Googledocs nutzen.)
Die unbeliebte Dateisuche findet zwar nie etwas und das auch noch langsam, aber die Cloud hat sie im Gegensatz zu mir dann doch auf dem Schirm. Irgendwie.
(Alan Smithee)












