Hier mal meine Meinung dazu:
1) Ich bin mündig. Ich stehe zu Dingen die ich ÖFFENTLICH im Internet schreibe. Dies sieht jeder, der mir bei Facebook, Twitter, Google Plus, Tumblr, Instagram, foursquare, etc. folgt. Bei ca. 99% aller Beiträge habe ich mir Gedanken gemacht ob ich es veröffentliche und mit welchen Sichtbarkeitsrechten. Was noch lange nicht heißt, das mich interessiert ob es euch interessiert... ;)
Seht das ganze als mein digitales Spiegelbild und Tagebuch. Wer mich kennt, wird mich in meiner Art des digitalen Lebens auch wiedererkennen.
2) Aber! Wenn ich etwas einschränke, sei es durch einen Dienst oder einen Kommunikationsweg, möchte ich, dass es eingeschränkt bleibt! Auch wenn ich "Osama bin Laden", "Sieg heil", "Allahu akbar" oder "Bombe, morgen 15 Uhr" schreibe (spätestens jetzt schlagen irgendwo Softwarefilter an).
3) Und da zieht auch nicht das Argument, dass ich ja nix zu verbergen habe. DENN DAS STIMMT NICHT. Jeder hat Geheimnisse, die er nicht mit jedem teilt. Wenn die aber der Geheimdienst/Staat/Unternehmen/{Bitte frei ersetzen} kennt, werde ich erpressbar. Wird unsere Gesellschaft erpressbar. Ich glaube, die meisten die dieses Argument bringen, wissen gar nicht, was für detaillierte Profile erstellbar sind.
4) Ich bin für eine Internetüberwachung. Sie hilft bei der Aufklärung und/ oder der Vermeidung von Straftaten. Aber bitte im Rahmen von rechtsstaatlichen Mitteln.
5) Darüber hinaus wünsche ich mir Politiker für die dieses Internet KEIN #Neuland mehr ist oder die sich endlich mal auf einen Stuhl setzen und sich damit beschäftigen.
6) Und der Kelch geht an uns "digital natives" nicht vorbei. Wir wissen was hier abgeht. Also lasst uns dieses Wissen in die Gesellschaft tragen. Erklärt Euren Eltern, Verwandten, Nachbarn, Lokalpolitikern dieses Internet und die Gefahren und vor allem auch die Chancen.
Meinungen? Wortmeldungen? Gegenreden?
Und das ganze noch mal ganz auf Facebook hier:
https://www.facebook.com/ThomasWagnerLeipzig/posts/606511796047875