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Strawberry, Watermelon, Cantaloupe, Mango, and Honeydew via r/oddlysatisfying
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Dembelo wird 1 Jahr alt!
Fast wäre es uns entgangen, so vertieft waren wir ins laufende Geschäft: Dembelo wird dieser Tage 1 Jahr alt!
Ein Grund zum Feiern, denn angesichts der Widrigkeiten des Alltags, der momentan noch wenig mit Dembelo zu tun hat, sind wir ganz schön stolz darauf, dass wir noch dabei sind und uns nicht unterkriegen lassen. Im Gegenteil, wir sind so motiviert wie eh und je. Auch wenn wir manchmal den Eindruck haben, die Beantwortung einer Frage bringt nur 10 neue Fragen auf. Das ist zwar anstrengend, muss aber irgendwie der richtige Weg sein, denn so langsam nehmen sowohl unsere Arbeitsprozesse als auch die technische Seite in einer Weise Gestalt an, dass man etwas erkennen kann. Und was man da sieht, stimmt uns hoffnungsvoll.
Es ist kaum zu glauben, wie schnell die Zeit vergeht. Um offiziell festzuhalten, was wir im vergangen Jahr auf die Beine gestellt haben, wollen wir die Gelegenheit nutzen, ein wenig Rückschau zu halten und dabei zu untersuchen, was uns schon geglückt ist, und woran wir noch arbeiten müssen.
EBF 2015 – Alles wiederholt sich (Tina die sich denkt: Ne, E-Pub und E-Book ist echt nicht die Lösung …)
Sommer 2015 – Indigo sucht eine praktikable Verbindung von Beruf und Berufung und haut Tina um Projektideen an.
17.08. – Tina gabelt Dahlia im UPH auf.
FBM – Erstes Treffen zu dritt, natürlich mit einem Selfie festgehalten!
Steine im Westen Team übermüdete auf der #fbm15
Ein von type:area (@type_area) gepostetes Foto am 17. Okt 2015 um 2:57 Uhr
Am folgenden Dienstag wird dann der #DembeloDienstag aus der Taufe gehoben – geplant als gemeinsamer Konzeptionstag, an dem in den folgenden Monaten mehr oder weniger regelmäßig tatsächlich konzipiert wird. In kleinen und großen Schritten wächst die Welt Gattland – Figuren, Schauplätzen und Geschichten wird Leben eingehaucht. Aber zuallererst:
VIEL CHAOS
eBookCamp 2015 – Der erste Versuch, Dembelo zu erklären, scheitert.
NaNo 2015 – Erste Megatextproduktion
Während Tina und Indigo die Welt in Kurzgeschichten erkunden, versucht Dahlia sich an einem Entscheidungsroman. Ohne großartig im Voraus zu plotten, stürzt sie sich in die Geschichte von Finlay, der durch ein waghalsiges Abenteuer versucht, die Anerkennung seines Vaters zu gewinnen. Jeden Tag sollen die Leser aus verschiedenen Optionen auswählen, wie es weitergehen soll.
Ziel ist ein Praxistest: Wie gut funktioniert das Schreiben nach Leserentscheidung gepaart mit dem Zeitdruck?
Der Versuch führt zu keiner fertigen Geschichte und keinen 50.000 Worten, aber zu zwei wichtigen Erkenntnissen:
Ein Tag ist auf Dauer definitiv zu kurz, um sich sinnvolle Entscheidungsoptionen zu überlegen, einen spannenden Plot für den gewählten Textknoten zu konzipieren und das Ganze auch noch zu schreiben. Bei Abständen von ein bis zwei Wochen kann das Ganze jedoch durchaus, nun ja, realistisch realisiert werden.
Wenn es darum geht, unter Zeitdruck zu schreiben, ist es besser, wenn man auf viele fertige Versatzstücke zurückgreifen kann, um sich nicht spontan Figuren, Schauplätze und mögliche Konflikte ausdenken zu müssen. Da ist man mit Plot allein schon ausreichend beschäftigt.
Erstes Scheitern – Betaphasenstart fällt aus.
Kataklysmus im Dez. 2015 – Als Tinas Zeit wegbricht, stört sich die Welt einfach nicht daran und macht mit Gattlandinhalten weiter, Dahlia sei dank.
Januar 2016 – Philosophiewechsel hin zum Open-Source-Gedanken „It’s done when it’s done“. PS.: Wir nutzen bis heute tatsächlich nur freie Software!
NOCH MEHR CHAOS
Mai 2016 – Stabilisierung des #DembeloDienstag, mit Protokoll und Retrospektive. Außerdem: Neustrukturierung der Arbeitsprozesse und der dazugehörigen technischen Hilfsmittel.
Juni 2016 – Mit dem Lesecluster startet das erste geplante und strukturierte Textprojekt.
Juli 2016 – Auch das Dembelo-Team fällt dem Sommerloch zum Opfer und zerstreut sich vorübergehend in alle Winde. Gleichzeitig bilden sich spannende neue Ideen heraus, damit wir pünktlich zum Einjährigen wieder mit Elan durchstarten können.
Demnächst – WELTHERRSCHAFT!
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Neue Formen der Literatur
Bei On_Culture gibt es ein interessantes Interview zum Thema „Neue narrative Formen im digitalen Zeitalter“ (EN). Anna Weigel, Doktorandin aus dem Bereich Englische und Amerikanische Literaturwissenschaft, unterhält sich mit Ute Nöth, der Gründerin des Hamburger eBookCamps.
Hauptsächlich geht es in dem Artikel um die Zukunft von Printbüchern und E-Books, besonders spannend für uns ist aber natürlich die zum Schluss gestellte Frage, wie und was wir in Zukunft lesen werden.
Unser Fazit für unser Projekt:
Ja, die Digitalisierung verändert die Literatur.
Aber: Literatur ⧧Buch
→ Das Buch bleibt linear und behält seine gedruckte Form.
→ Das Lesen an sich ist vielfältig. Wir lesen lineare Printbücher, aber auch nicht-lineare digitale Literatur, die nicht versucht, sich ins Korsett virtueller Buchdeckel zu pressen, sondern sich die Natur des Internets zunutzte macht.
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[Wochenrückblick] 6.6.–14.6.2016
Als das Tier die Tür zu Raum 106 des Unperfekthauses öffnete, schwappte ihm erst mal eine Flutwelle entgegen. Weit davon entfernt, sich von solchen Nichtigkeiten aufhalten zu lassen, schnappte es sich einen Rettungsring vom Haken im Flur und stürzte sich in sein neues Badeparadies. Schon der erste Blick in die Runde bestätigte die Vermutung, dass Dahlia und die Eule fleißig gewesen waren:
In Gattland herrschte Dämmerung, erhellt einzig durch die leuchtenden Hörner kugelrunder, wolliger Wiesente, die gemächlich durch die Sintflut auf eine Anhöhe zuschwammen. Auf einer Hochebene in der Ferne lief eine Karawane aus etwas vorbei, das ausah wie frischgeschorene Alpakas, schwer beladen mit ihrer eigenen Wolle. Das Tier schüttelte sich, aber der Anblick ließ sich davon nicht vertreiben. Was war denn mit der Fauna hier passiert?
Als wäre das Tier nicht schon traumatisiert genug gewesen, musste es als nächstes feststellen, dass es geradewegs auf einen riesigen Baum zusteuerte, der aus den Fluten ragte. Auf dessen ausladenden Ästen kletterte seelenruhig eine Heerde Bergziegen herum und fraß die Blätter ab.
„Eule? Dahlia?“, rief das Tier und lauschte.
„Hier!“, rief Dahlia von irgendwo.
Das Tier sah sich verwirrt um, bis von oben ein Rascheln ertönte. „Hier. Wir haben dich schon kommen hören.“ Die Eule warf ein Lasso um das Tier und schleppte es mitsamt Rettungsring in eine Nebelbank, aus der wenig später eine auf Flößen schwimmende Stadt unter Piratenflagge auftauchte.
Das Tier seufzte. „Was ist DAS denn? Und was MACHT ihr hier“
„Das“, erklärte Dahlia, die ihr Fernglas absetzte und sich aus ihrem Liegestuhl erhob, „ist die neue Piratenstadt der Eule. Die Alpakas da drüben sind von mir. Niedlich, oder?“
„Und was wir machen, ist, hier sitzen und die Biodiversität genießen“, ergänzte die Eule und schenkte sich genüsslich eine Tasse Tee ein.
„Gib mir doch mal deine Klatsche, Eule“, forderte das Tier zuckersüß.
„Kannst du haben“, erwiderte die Eule, und schon klatschte es am Hinterkopf des Tiers.
Das Tier rieb sich die Beule. „Bei euch zieht’s wohl! Na, wenn wir schon umdekorieren …“ Es zog eine Fernbedienung aus der Tasche und drückte einen roten Knopf, woraufhin am Abendhimmel drei Monde aufgingen.
„DAS nenn ich stimmungsvoll.“
Diese Woche stand ganz im Zeichen der Kultur- und Fauna-Ausarbeitung. Dabei sind nicht nur ein paar schicke Redewendungen der Gattländer entstanden, sondern auch drei Philosophien, ein Geisterpantheon und eine Erklärung, wie Alpakas nach Gattland gekommen sind. Ist ja nicht so, als hätten wir für unsere kreativen Auswüchse keine guten Ausreden Begründungen.