Wer dieses mitreissende und sicherlich verstörende Spektakel sich anschauen möchte, hat vom 17.-18.06.2014 im Schauspiel Köln Depot 1 jeweils um 20:00 Uhr die Gelegenheit dazu!
"Lo Real, das Wahre, die Wahrheit. Was ist wahr, was ist real? Der Flamencotanz ist real und wahr. Gesang, Rhythmus, Tanz und Gitarrenbegleitung, all das steht für die Explosion südländischer Leidenschaft. Das Bild von Flamenco tanzenden »Zigeunern« ist nicht nur in Deutschland seit Jahrzehnten fest in die Köpfe eingebrannt. Real – und grausam – sind die Verfolgung, die Deportation und die Ermordung der Sinti und Roma in den deutschen Konzentrationslagern. Israel Galváns hochpolitisches Tanzstück ist inspiriert von Leni Riefenstahls Film »Tiefland«, dessen Dreharbeiten zwischen 1940 und 1944 stattfinden. Für diese werden 68 Sinti und Roma wegen ihres südländischen Aussehens aus dem Konzentrationslager zur Arbeit als Komparsen verpflichtet und anschließend wieder ins Lager zurückgebracht. Den unauflösbaren Widerspruch, hier die Faszination der Nationalsozialisten für »Zigeunerromantik« und den Flamenco, dort die gnadenlose rassische Verfolgung und Ermordung durch dieselben Nationalsozialisten, verdeutlicht Galván mit dem Mittel der Montage und bricht gleichzeitig mit dem Klischee des Flamenco, befreit ihn aus diesem Gefängnis, ohne ihn dafür zu verdammen." (Schauspiel Köln)












