Als Didi eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Strammen Max verwandelt. Er lag auf seinem knisternden Reiswaffelrücken und sah, wenn er den Kopf ein wenig hob, seinen gewölbten, rosanen, von angedickten Salzwasser speckigen Fleischwurstbauch, auf dessen Höhe sich ein Eigelb, zum gänzlichen Niedergleiten bereit, kaum noch erhalten konnte. Seine sauren, im Vergleich zu seinem sonstigen Umfang kläglich dünnen Beine flimmerten ihm hilflos vor den Augen. “Was ist mit mir geschehen?”, dachte er.
Da Didi nun nicht mehr arbeiten, sondern rein vorsichhinexistieren, vielleicht auch ein wenig schimmeln, nicht aber seine Familie unterstützen konnte, vermietete der strenge, aber gebrechliche Vater, dem es seit Didis Verwandlung tagtäglich besser zu gehen schien, sein ungenutztes Zimmer. Die Mutter ignorierte ihn, zuckte sogar zusammen, wenn er seine dicken Gurkenlippen zu einem Wort spitzte. Nur die Schwester blieb ihm treu, sah sie doch noch einen Hauch Menschlichkeit hinter der Reiswaffelmaske. Doch auch sie stellte sich mit der Zeit gegen ihn, gab sogar Didi die Schuld für seine Veränderung, die ihn doch überfallen hatte.
Eines Abends, als der Vater wütend und hungrig von der Arbeit kam, erhoffte sich Didi, dessen Leben nun einem Wartezimmer glich, endlich gegessen zu werden. Als der Vater ihn von seinem Prozellantellerchen hob, dachte Didi, wenn er denn noch denken konnte, besaß er doch kein Hirn, sondern nur Fettgewebe, dies alles wäre endlich vorüber. Doch der Vater, in einem Anflug von Wut und Enttäuschung, kippte das Vieh, das einmal Didi gewesen war, in den Biomüll. Am nächsten Morgen war er hündisch verspeist. Guten Hunger! (Bist du jetzt glücklich, Britta?!)















