Die Dirne
Hinterm Rad spinnt mit dem Zwirne Die einst junge schöne Dirne. Denn im Lauf der letzten Jahre, wuchsen ihr nicht nur die Haare. Die zwei schönen weichen Lippen, auf denen jeder oft gern geritten; sind nun doch recht spröd‘ geworden, Ach wär’n das doch die einz’gen Sorgen!
Zwei einst wohl geformte Berge, wirken heut‘ wie kleine Zwerge. Sind der Schwerkraft nun erlegen, Haben sich längst aufgegeben. Und auch die langen schönen Beine, Nur in Erinnerung ich noch beweine. Wo früher jeder gern hingeschaut, Erblickt man heut nur noch Orangenhaut.
Es hatten Sie auch ihre Kunden, Für unbeschreiblich schön empfunden. Doch heute sagt ein Jeder bloß Wer sie bezahlt ist anspruchslos.
Im Laufhaus da läuft längst nix mehr, Das letzte Mal ist ewig her. So bleibt für die alte Liebestolle, heut‘ zu spinnen nur noch Wolle.














