wie soll ich darauf vertrauen dass du bleibst wenn selbst ich mich immer wieder verlasse
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wie soll ich darauf vertrauen dass du bleibst wenn selbst ich mich immer wieder verlasse
es ist april wir teilen schlechten weißwein und betrunkene küsse
dann ist plötzlich september und deine hand liegt ganz selbstverständlich in meiner
verstecken die bedeutung großer worte hinter ausgedachten synonymen bloß nicht zu viel preisgeben von dem was wir füreinander fühlen
auf einmal will ich nicht nur dass du bleibst sondern dass du mich nie mehr verlässt
wo hörst du auf fang ich überhaupt irgendwo an
immer wieder dein herz gebrochen an meinen ecken und kanten
verzweifelt nach dir gesucht in den betten fremder menschen nichts weiter gefunden als einsamkeit und blaue flecken
irgendwo dort auf dem tisch zwischen tabakkrümeln und bierflaschen liegt einsam der zeitpunkt den wir beide verpasst haben
ich wollte nie mehr sein bloß genug für dich
schweigend sitzen wir auf meinem balkon teilen uns einen joint in der hoffnung wir könnten so die gefühle für einander betäuben
der elefant zwischen uns in der gestalt der dinge die du nie geschafft hast zu sagen
dein schweigen macht uns beide einsam
in das zwitschern der vögel mischt sich leise dein lachen
im hintergrund henning may’s kratzige stimme “nicht nichts ohne dich, aber weniger, viel weniger für mich.”
du pulst geistesabwesend am etikett der flasche in deiner hand ich reiße alte wunden auf um zu erinnern wie du mich hast fühlen lassen
ich weiß mich nicht zu verhalten und du nicht wie du mich je hättest halten sollen
unser schweigen so laut dass ich kurz das brechen deines herzens überhöre
bis das vertraute ziehen in meiner brust mich zurück holt auf den feuchten asphalt in dem sich all das spiegelt was wir nie geschafft haben zu sein
wie du leicht abwesend dicht neben mir sitzt wir alles miteinander teilen kippen und wein finden sich auf dem boden zwischen uns mitten gefallener hüllen ungeklärte gefühle und bitter schmeckende einsamkeit
versuchen zu finden wo wir uns verloren
inmitten gebrochen weißer laken fremder menschen mein herz gelassen
dich in den momenten dazwischen verpasst
weiß nicht mehr worüber du lachst wusste nie was du für mich fühlst
seit dem du mich verlassen hast, schmeckt mein kaffee fad. und im gegensatz zu vorher, brennt der rauch in meinen lungen stärker.
als du mich verlassen hast, nahmst du meine fähigkeit, zu empfinden mit. und vielleicht, zieh ich mit absicht etwas länger an meiner zigarette. weil der schmerz erträglicher ist, als der gedanke, mich nicht mehr an dich zu erinnern.