"Niemand war schuld. Wir waren zu verschieden. Und das Leben, das sie wollte, war nicht meins."

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@digitalepoesie
"Niemand war schuld. Wir waren zu verschieden. Und das Leben, das sie wollte, war nicht meins."
„ich will nicht, dass das letzte, was du von mir in erinnerung behältst, eine leere kippenschachtel und vorwürfe sind“, sagst du, drehst dich um und gehst.
lässt mich zurück, mit all deinen vorwürfen im kopf, dieser verdammten kippenschachtel in der hand, und dem wissen, dich für immer verloren zu haben.
„warum tun wir uns das immer wieder an ?“, langsam bläst du den zigarettenrauch aus. ich schweige und sehe dabei zu, wie er unzusammenhängende muster in die luft malt, während wir fortwährend in alte muster verfallen.
wie du da so neben mir liegst, vertraut und gleichzeitig so fremd, frage ich mich, warum wir nie wirklich mit dem anderen aufgehört haben.
und warum wir weder mit- noch ohne einander können. obwohl wir immer mehr schlecht als recht waren, uns gegenseitig mehr weh, als gut taten.
nichts ist so einfach und doch so kompliziert, denke ich, während ich meine sachen zusammenklaube und gehe.
weg von dir und mir, und der frage nach dem, was dazwischen liegt.
Paulina Czienskowski — Gegen die emotionale Verkümmerung. Ein Manifest
wie soll ich darauf vertrauen dass du bleibst wenn selbst ich mich immer wieder verlasse
es ist april wir teilen schlechten weißwein und betrunkene küsse
dann ist plötzlich september und deine hand liegt ganz selbstverständlich in meiner
verstecken die bedeutung großer worte hinter ausgedachten synonymen bloß nicht zu viel preisgeben von dem was wir füreinander fühlen
auf einmal will ich nicht nur dass du bleibst sondern dass du mich nie mehr verlässt
wo hörst du auf fang ich überhaupt irgendwo an
CONNY — Temporär für immer
immer wieder dein herz gebrochen an meinen ecken und kanten
verzweifelt nach dir gesucht in den betten fremder menschen nichts weiter gefunden als einsamkeit und blaue flecken
irgendwo dort auf dem tisch zwischen tabakkrümeln und bierflaschen liegt einsam der zeitpunkt den wir beide verpasst haben
ich wollte nie mehr sein bloß genug für dich
schweigend sitzen wir auf meinem balkon teilen uns einen joint in der hoffnung wir könnten so die gefühle für einander betäuben
der elefant zwischen uns in der gestalt der dinge die du nie geschafft hast zu sagen
dein schweigen macht uns beide einsam
in das zwitschern der vögel mischt sich leise dein lachen
im hintergrund henning may’s kratzige stimme “nicht nichts ohne dich, aber weniger, viel weniger für mich.”
“ich möchte mit dir sein ohne weniger zu werden.”
— VLL
einsamkeit und du riechen so ähnlich ich habe manchmal mühe euch auseinanderzuhalten
du pulst geistesabwesend am etikett der flasche in deiner hand ich reiße alte wunden auf um zu erinnern wie du mich hast fühlen lassen
ich weiß mich nicht zu verhalten und du nicht wie du mich je hättest halten sollen
unser schweigen so laut dass ich kurz das brechen deines herzens überhöre
bis das vertraute ziehen in meiner brust mich zurück holt auf den feuchten asphalt in dem sich all das spiegelt was wir nie geschafft haben zu sein
versuchen zu finden wo wir uns verloren
inmitten gebrochen weißer laken fremder menschen mein herz gelassen
dich in den momenten dazwischen verpasst
weiß nicht mehr worüber du lachst wusste nie was du für mich fühlst
wie du leicht abwesend dicht neben mir sitzt wir alles miteinander teilen kippen und wein finden sich auf dem boden zwischen uns mitten gefallener hüllen ungeklärte gefühle und bitter schmeckende einsamkeit
seit dem du mich verlassen hast, schmeckt mein kaffee fad. und im gegensatz zu vorher, brennt der rauch in meinen lungen stärker.
als du mich verlassen hast, nahmst du meine fähigkeit, zu empfinden mit. und vielleicht, zieh ich mit absicht etwas länger an meiner zigarette. weil der schmerz erträglicher ist, als der gedanke, mich nicht mehr an dich zu erinnern.
“irgendwie hatte ich gehofft, dies würde der sommer, in dem ich feststelle, dass ich lebendig bin”
— aristoteles und dante entdecken die geheimnisse des universums
deine unterlippe ist leicht verfärbt von dem dunklen wein, der vor dir steht und verschwommen deine traurigkeit widerspiegelt
was ich fühl’, fragst du mich unsicherheit schwingt kaum merklich in deiner vom alkohol verdunkelten stimme mit
da ist so viel und doch irgendwie nichts
“nicht genug”, gebe ich leise zurück