DELTA, R.: Oleksandr Techynskyi
Auf einen Ruderboot geht es in der Morgendämmerung über den Fluss zum Marienschrein, wo eine Kerze entzündet wird. Danach ein Mann im Schilf. Winter ist Erntezeit. Immer wieder schälen sich alte Männer aus dem Nebel heraus, um ihre Arbeit zu verrichten. Der Umgangston ist verletzend, Alkohol immer im Spiel.
Bald schweift der Film von der Schilfernte ab, zeigt Begräbnisse und weitere Bootsfahrten, Vater - Sohn Gespräche und packt zwischendurch nachlässig zwei Frauen in die Erzählung. Am Ende versucht der Film noch schnell einen Bogen zum Anfang zu schlagen, hat aber drei mögliche Enden verstreichen lassen.
Das der Regisseur den Film instinktiv angegangen ist, wie er im Gespräch betont, bringt den Film ins Schlingern. Mit zunehmender Länge reiß sich der Film selber jede Feder wieder aus und lässt jedes angegangene Thema versanden.