Die Medizin wendet sich beim Thema Inkontinenz ab. Doch sollte die Windel nur das letzte Mittel sein. Oft würde schon eine bessere Abstimmung der Medikamente helfen.
In Sachen Diagnose und Therapie gibt es erhebliche Defizite. Wie Wiedemann beklagt, ist den wenigsten Gesundheitspolitikern bewusst, dass Inkontinenz ein Begleitphänomen zahlreicher Erkrankungen ist. Nichts macht dies augenfälliger als die Tatsache, dass zahlreiche Arzneimittel zur Behandlung einer Demenz die Blasenfunktion beeinträchtigen. „Gerade neuere Antidementiva wie Donezepil, Rivastigmin und Galantamin verändern als Cholinesterasehemmer die Funktion des Detrusors - jenes Muskels, der für die Entleerung der Blase zuständig ist“, erläutert Wiedemann.











