Die Forscher konnten – vereinfacht ausgedrückt – bestimmte Laborwerte ermitteln, die bereits etwa sieben Jahre vor Ausbruch der Symptome auf die Entstehung der Erkrankung hinweisen. Praktisch wie messbare Alarmsignale. Das Wissen über diese Werte soll nun als Schlüssel zur Entwicklung eines Frühwarnsystems vor Demenz dienen – und möglicherweise auch neue Behandlungsansätze ermöglichen.
Bislang stehen den Ärzten noch keine Medikamente zur Verfügung, um Alzheimer zu heilen. Die gängigen Mittel können allenfalls die Symptome lindern. So gibt es in Deutschland nur vier Medikamente, die speziell für die Behandlung von Alzheimer zugelassen sind: Donepezil, Galantamin, Rivastigmin und Memantine. „Für diese Mittel wurde in Studien eine Wirksamkeit in den Bereichen Verbesserung der Hirnleistung, Aktivitäten des täglichen Lebens sowie des klinischen Gesamteindrucks nachgewiesen“, so die Alzheimer-Spezialistin Dr. Katharina Bürger. In einem großen tz-Interview hat die Oberärztin und Leiterin der Großhaderner Gedächtnisambulanz über die Wirkung der verfügbaren Medikamente informiert.