1995, Februar 2018
Das Internet ist zu schnell
Mein häusliches Internet kommt über einen Kabelanschluss und mit einer Geschwindigkeit von 50 Mbit/s. Mein Internetanbieter interessiert sich offenbar nicht nur dafür, dass Neukunden kommen, sondern auch dafür, dass Bestandskunden bleiben, und erhöht meine Downloadrate, ohne dass es mehr kosten soll, auf 200 Mbit/s.
Ich passe also die QoS-Einstellungen an und teste vom Router aus die Geschwindigkeit. Tatsächlich, es liegen 200 Mbit/s an. Ich setze mich an meinen PC und rufe einen Speedtest auf. Enttäuschung, hier werden nur 100 Mbit/s geliefert.
Mir fällt ein, dass das Internet von meinem Router aus noch drei Switche überwinden muss, bis es an meinem PC ankommt. Der letzte von ihnen ist ein “Fast Ethernet”-Switch, Maximaldurchsatz 100 Mbit/s.
Ich habe also den Tag erlebt, an dem meine private Netzwerkinfrastruktur langsamer geworden ist als der Provider. Gerade eben noch, es mag 1995 gewesen sein, hörte ich das Rauschen des 56k-Modems und wusste, dass meine 10-Mbit-Verkabelung auf Jahrzehnte überdimensioniert sein würde.
(axaneco)







