LeaBom / LauPol / Malzfabrik
LAURA: Woher kommt das Wasser für die Fischbecken und die Basilikum-Pflanzen? Wird Regenwasser genutzt? Wenn ja, reicht das Regenwasser für die Becken und die Bewässerung?
MITARBEITER: Es wird Regenwasser auf der gesamten Dachfläche( etwa 1800qm) gesammelt. Das reicht natürlich in dieser Region nicht aus. Das Wasser fließt in große Zisternen neben der Farm, wo es mit Trinkwasser aufgefüllt wird. Im Sommer, wenn wir Relativ viel Wasser im GWH benötigen, reicht es das Wasser aus der Fischproduktion für die Pflanzen zu nutzen. In den Kalten Monaten steigt in der Aquakultur der Ec-Wert des Wassers und wir müssen es verschneiden, da die Pflanzen das nicht vertragen.
LAURA: Wo und wie werden die Fische verarbeitet?
MITARBEITER: Bei uns im Schlachtraum. Verkauft wird ausschließlich geschuppt und ausgenommen als frischer Fisch. Alles, was darüber hinaus geht, ist dann nicht mehr „Primärproduktion“. Dazu bräuchten wir weitere Zulassungen und Räumlichkeiten.
LAURA: Hat sich die Nachfrage nach euren Produkten in den letzten Jahren verändert? Hat sich die Kundschaft verändert?
MITARBEITER: Ja und Ja. Da wir vor knapp 4 Jahren an den Lebensmitteleinzelhandel herangetreten sind, hat sich die Nachfrage schon allein aufgrund der einfacheren Zugänglichkeit erhöht. Im Zuge der Umstellung auf den Papiersleeve, in dem wir die Pflanzen ohne Plastiktopf verkaufen, ist die Nachfrage nochmals gestiegen. Der Fisch ist stark schwankend in der Nachfrage.
LAURA: Wir haben gesehen, dass ihr früher verschiedene Kräuterarten angebaut habt. Warum habt ihr euch letztendlich auf Basilikum fokussiert?
MITARBEITER: Nicht nur Kräuter, auch Tomaten, Gurken, Paprika, Salat, und und und…Wir hatten damals große Absatzprobleme, weshalb wir uns auch an den LEH gewendet haben. Im Zuge der Gespräche haben wir und dann mit der REWE auf Basilikum geeinigt. Wenn wir mehr Produkte anbieten wollten, bräuchten wir mehr Produktionsfläche, was am momentanen Standort ausgeschlossen ist.
LAURA: Wie viel Fisch und Basilikum produziert ihr pro Woche oder pro Monat?
MITARBEITER: Im Warenausgang sind momentan (letztes Quartal) im Schnitt 9.300 Töpfe Basilikum und 150 kg Fische jede Woche.
LAURA: Ihr bietet ja eure Produkte auch bei Marktschwärmer an. Ist die Nachfrage über Marktschwärmer größer, als direkt bei euch im Farmladen?
MITARBEITER: Das kommt auf die Schwärmerei an. Ein paar wenige laufen sehr gut, z.B. Schöneberg, andere dienen eher als Werbung für die Produkte. Der Hofverkauf macht auch nur einen ganz kleinen Anteil aus, macht aber auch kaum Aufwand. Beides läuft mit steigender Social Media Präsenz besser. Es hat sich nur leider niemand so richtig auf die Fahne geschrieben, das zu übernehmen. Da wir oft gefragt werden, wo man den Fisch denn eigentlich nun kaufen kann und wir nie eine Antwort darauf hatten, da wir nicht wissen welche REWE-Filiale gerade den Hauptstadtbarsch bestellt und welche nicht, haben wir nach Möglichkeiten gesucht den Kunden eine sichere Antwort zu geben. Dazu bietet sich das Konzept der Marktschwärmer und der Hofverkauf super an.
LAURA: Denkt ihr, dass ein Konzept wie Marktschwärmer in Zukunft weiter Anklang finden wird?
MITARBEITER: Das ist eine schwierige Frage. Grundsätzlich ist es ein tolles Konzept. Die Produkte sind jedoch bei den meisten Produzenten relativ hochpreisig angesetzt. Die gesellschaftliche Entwicklung scheint ja momentan eher in eine andere Richtung zu gehen. Es wirkt eher wie eine Randgruppe, die bereit sind für bessere Qualität und die Nächte zum Erzeuger auch mehr Geld auszugeben. Ich habe keine Ahnung, wie sich das weiter entwickeln wird.
LAURA: Gibt es noch weitere Kooperationen mit Mietern der Malzfabrik?
MITARBEITER: Nicht wirklich.
LAURA: Ein großer Abnehmer eurer Produkte ist REWE. Wie hat sich die Kooperation mit der Supermarktkette in den letzten Jahren entwickelt? Gibt es noch weitere größere Abnehmer euer Produkte? Wie läuft die Auslieferung eurer Produkte an die Rewe-Supermärkte oder andere Abnehmer ab?
MITARBEITER: Die Entwicklung ist sehr gut. Wir mussten natürlich erstmal Erfahrung sammeln, wie das Geschäft mit dem LEH genau läuft. Seit 2017 haben wir den Absatz in jedem Jahr steigern können. Andere größere Abnehmer gibt es nicht. Wir kommen so schon mit dem Produktionsvolumen an unsere grenzen. Eine externe Spedition fährt die Produkte für uns zum REWE Lager. Wir beliefen Oranienburg und Mariendorf. Die Verteilung auf die Märkte läuft dann über die REWE.
LAURA: Hat die Corona-Pandemie Auswirkungen auf euren Betrieb? Welche Veränderungen haben sich ergeben?
MITARBEITER: Definitiv. Da wir jedoch fast zeitgleich mit dem ersten Lockdown auf die Papiertüten umgestiegen sind, lässt sich momentan nicht auseinander halten, was davon einen größeren Effekt hatte.










