Gutes Beispiel für Social Media als Content-Quelle für die Website: Interscope.com
Immer mehr Websitebetreiber überlegen nicht nur, wie sie die richtigen Sharing-Funktionalitäten auf ihren Websites integrieren, sondern auch, wie sie Social Media-Inhalte auf der eigenen Website darstellen. Die ausgeprägteste Form eines solchen “Heimholens” von Social Media Content ist ein Social Media Newsroom. Es geht aber auch eine Nummer kleiner.
Beiträge von und über Künstler gesammelt darstellen
Ein gelungenes Beispiel ist die neue Website des Plattenlabels “Interscope Records”. Sie beinhaltet nicht nur die wichtigen und unbedingt notwendigen Verlinkungen zu den eigenen Social Media Präsenzen des Labels oder des jeweiligen Künstlers, sondern auch eine Vielzahl an gesammelten Social Media Inhalten von und über die Künstler, die beim Label unter Vertrag sind sowie dem Login via Twitter, Facebook und anderen Social Media Services.
Featured: Hier werden, abhängig von der Verfügbarkeit, die aktuellsten Beiträge des Künstlers auf Twitter, Facebook, usw. gezeigt. Bei Lady Gaga erscheinen aktuell ausschließlich Beiträge des Labels selbst, bei Eminem aber funktionierts schon ganz gut mit Beiträgen seiner Channels.
Social: Hier sollen auch Beiträge von Fans und anderen Usern außerhalb des Labels bzw. des Künstlers gezeigt werden. Im Test hats noch nicht so wirklich funktioniert, kann aber durchaus interessant sein. Wäre natürlich auch wichtig zu wissen, ob der Login via Facebook oder Twitter hier ein personalisiertes, auf mich zugeschnittenes Ergebnis bringt (Beiträge von Freunden zu diesem Künstler also)
Music: Hier werden vor allem die Alben vorgestellt, zum Teil mit Link auf Spotify
Videos: Von YouTube und Twitter werden Videos des Künstlers dargestellt
Photos: Hier werden offizielle und inoffizielle Fotos gesammelt dargestellt
Gute Idee, aber praxistauglich?
Eine gute Idee auf einer technisch guten Basis und optisch gelungen umgesetzt, wie wir finden. Im Praxistest mussten wir aber auch feststellen, dass in einigen Fällen nur Inhalte der offiziellen Kanäle des Labels gesammelt dargestellt werden.
Hier stellt sich einerseits die Frage (und vielleicht ist es gleichzeitig die Antwort), wie die Websitebetreiber mit dem etwas anderen “Skittles”-Effekt umgehen: Wenn User herausfinden, über welche Keywords man Inhalte auf die Website bringt und welche Wörter in etwaigen Spamfiltern nicht inkludiert sind, könnten sie diese dynamischen Bereiche der Website “entern” und inhaltlich in Beschlag nehmen. Hier liegt sicher auch eine der großen Herausforderungen für Digital Curation.
Außerdem ist es rechtlich nicht unbedenklich, fremde Inhalte auf der eigenen Website einzubinden, ohne den Urheber vorher gefragt zu haben. Genau das könnte passieren, wenn Tweets von Fans, die über den Künstler twittern, automatisiert eingebunden werden.
So bunt und toll wie es im offiziellen Video dargestellt wird, ist es noch nicht, kann es aber durchaus werden.
Wie sind Ihre Erfahrungen mit der Einbindung von Social Media Inhalten?
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