Im Rahmen des Reeser Radverkehrskonzept gab es nun weitere Maßnahmen zum Schutz von Radfahrern auf der Wardstraße. Was ab jetzt gilt.
Bildet euch eure Meinung
seen from South Korea
seen from Malaysia
seen from China
seen from Malaysia

seen from Finland
seen from Singapore

seen from United Kingdom
seen from Russia
seen from Ukraine
seen from United States
seen from United States
seen from United States
seen from China
seen from Russia

seen from United States
seen from United States

seen from United States

seen from United States
seen from United States
seen from Italy
Im Rahmen des Reeser Radverkehrskonzept gab es nun weitere Maßnahmen zum Schutz von Radfahrern auf der Wardstraße. Was ab jetzt gilt.
Bildet euch eure Meinung
18. Oktober 2021 (Wiedervorlage 2041)
Ja, jetzt ist das langweilig: Das Auto als bestimmendes Merkmal im öffentlichen Raum
Im Techniktagebuch-Chat diskutieren wir über ein Foto aus dem London von 1975, das auf Twitter die Runde macht, und stellen fest: Aus dem Alltags-Straßenbild von heute, 2021, gibt es viel zu wenig Bilder, die spätere Generationen mit ihrem Straßenbild vergleichen können. Vor allem, was das bestimmende Merkmal des öffentlichen Raums in dieser Zeit angeht: Das Auto (nur eher zufällig entdeckt man auf Fotos aus den 1960-er Jahren, wie wenig Kraftfahrzeuge damals in den Straßen standen).
Auch hier gilt natürlich das Techniktagebuch-Motto: Ja, jetzt ist das langweilig. Aber in 20 Jahren! Deshalb ein schneller Blick auf die Straße – am besten im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg. Denn dieser Großstadtbezirk bündelt (mir scheint, exemplarisch bundesweit) den aktuellen Streit um die Nutzung des öffentlichen Raumes: Hier leben viele Menschen auf engem Raum, und um so schärfer stellt sich die Frage, wie viel Platz dem Auto nach Jahrzehnten der Priorisierung gerade in belebten Stadtquartieren noch zugestanden werden soll, wie viel Platz nehmen künftig Fußgänger und Radfahrer für sich in Anspruch? Außerdem wird dieser Berliner Bezirk seit Jahren von einer Verwaltung unter Führung der Grünen regiert. Und im westlichen Teil, also in Kreuzberg, läuft der umstrittene Versuch, den motorisierten Individualverkehr zu Gunsten vor allem des Fahrradverkehrs zurückzudrängen.
Noch etwas kommt hinzu: Autos nehmen, gerade in den Innenstädten, nicht nur Straßen zum Fahren in Anspruch, sondern ebenso Stellfläche. Und das eben um so mehr, je dichter die Besiedlung ist.
Ein kurzer Spaziergang durch Kreuzberg von der Graefestraße als östlichstem Punkt bis zum Mehringdamm weiter westlich, hier auf der Karte nachzuvollziehen – jeder Marker steht für eine Fotoposition:
Zunächst die Graefestraße, südlicher Teil, mit Blick in Richtung Süden zur Hasenheide:
Die Fichtestraße, wie die Graefestraße eine ruhige Wohnstraße:
Und, als Beispiel für die von der Bezirksverwaltung angestrebte Veränderung, die Körtestraße: Die wurde nicht nur zur Fahrradstraße erklärt. Als diese Umwidmung schlicht ignoriert (und einmal fast die Bezirksbürgermeisterin von einem Auto umgefahren) wurde, platzierte die Verwaltung einfach einen - versenkbaren - Poller in der Mitte der Körtestraße.
Noch deutlicher sichtbar sind die Veränderungen in der Bergmannstraße. In deren ruhigerem östlichen Teil, gesäumt von Friedhöfen, wurde kurzerhand bisheriger Parkraum für Kraftfahrzeuge zum Parkraum für Fahrräder umgebaut.
(Dass diese so genannten Kreuzberger Bügel vor einem Schulgebäude alle leer stehen, liegt schlicht daran, dass zum Zeitpunkt der Aufnahme Herbstferien in Berlin waren).
Die Alternative zum Auto soll übrigens, wie in vielen Großstädten, nicht allein das Fahrrad sein...
Noch ein bisschen weiter ging die Verwaltung im westlichen Teil der Bergmannstraße – nach Jahren des (nicht billigen) Rumprobierens mit verschiedenen Formen von Verkehrsberuhigung und Beschränkung des Autoverkehrs. Derzeit aktuell: Ein Teil der Bergmannstraße ist sauber aufgeteilt. Neben den Fußwegen auf beiden Seiten eine zweispurige Verkehrsführung für Radfahrer und eine Spur, als Einbahnstraße, für den Kraftfahrzeugverkehr.
Langfristig, so die Ankündigung, soll der Autoverkehr ganz aus diesem Teil der Bergmannstraße verbannt werden. Was tatsächlich in den nächsten Jahren passiert, ist natürlich allein eine politische Frage.
Und am Ende dieser (von Gegnern gern als Bullerbü-Zone geschmähten) Verkehrsberuhigung: Der ganz normale Berliner Straßenverkehr auf dem Mehringdamm.
Wir schauen uns das in, na sagen wir zehn Jahren noch mal an. Aber auf jeden Fall 2041.
(Alle Lichtbilder v.Verf., und weil mir Fotos hier oft unscharf erscheinen, gibt es sie auch auf Flickr. Karte: OpenStreetMap)
(Thomas Wiegold)
Realität Kölner Geh- und Radwege: Wo man sie ausnahmsweise ausreichend breit gebaut hat - hier in der Markgrafenstraße beim Netto -, da werden sie zum Parken, als Lieferzone und zum Befahren durch die Müllabfuhr missbraucht.
Andreas „Natenom“ Mandalka wollte auf Gefahren für Fahrradfahrer im Straßenverkehr aufmerksam machen – und er starb, weil ihn ein Auto anfuh
Echt üble Geschichte. Wie so oft gilt: Die Bedrohung ist real. Und schon darauf hinzuweisen ist gefährlich.
Dass die CDU Berlin zur Verkehrsteilnahme nur eines kennt (und zwar fossil angetriebene, möglichst PS-starke und große Fahrzeuge) ist hinlänglich bekannt. Aber hier hat der Ortsverband Reinickendorf (stellt dort auch den Bezirksbürgermeister) sich wirklich selbst übertroffen.
Aus der Welt der Verkehrsteilnehmer
Archivbestand aus 2008
Archivbestand aus 2012
Kein öffentliches Interesse
Da ist gerade eine ePetition gestartet worden mit dem Ziel bei Gefährdung im Straßenverkehr das öffentliche Interesse zu bejahen.
Bitte zeichnet mit, damit das Quorum auch erreicht wird!
Mit der Petition wird gefordert, das Strafgesetzbuch und die Richtlinien für das Strafverfahren und das Bußgeldverfahren (RiStBV) bei Straftaten von Autofahrenden gegen Radfahrende und zu Fuß Gehende so zu ändern, dass Autogewalt regelmäßig verfolgt wird, indem die Staatsanwaltschaften das "öffentliche Interesse" an der Strafverfolgung bejahen, anstatt wie bisher auf den Privatklageweg zu verweisen.
#Autogewalt #KeinOeffentlichesInteresse #Petition #Verkehrswende #Straßenverkehr #Fahrrad #Radverkehr #MdRzA #ADFC
https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2026/_05/_26/Petition_201482.nc.html