Halsin & Elesil - Erste Annäherungen (1)
Halsin: Nehmt Euch heute Abend Zeit, Euch auszuruhen und zu feiern. Morgen bin ich an Eurer Seite.
Das waren seine Worte. Elesil hatte sich unters Volk gemischt und war erstaunt, als der Erste Druide dann doch schon am gleichen Abend im Lager auftauchte und an den Feierlichkeiten zum Sieg über die Goblins teilnahm. Sie freute sich zwar sehr über seine Anwesenheit, aber dieser verdammte Wein, den Elesil mit Astarion und Schattenherz geteilt hatte, ließ ihre Zunge so fürchterlich locker werden… Sie kannte Halsin kaum und doch nahm sie ihren Mut zusammen, fragte den großen Elf, ob er etwas mit ihr trinken oder gar andere Sachen mit ihr anstellen wollte. Nüchtern und reif verzichtete Halsin auf das Angebot, es gab viele dankbare Personen, die Zeit mit Elesil verbringen wollten, er konnte sie nicht einfach den ganzen Abend für sich einnehmen… so interessant er den Vorschlag auch fand.
Am nächsten Morgen fackelte der Neuling der Gruppe nicht lange und teilte sein gesamtes Wissen über die Parasiten und seine Erkenntnisse um die Mondaufgang-Türme. Elesil konzentrierte sich neben ein paar Kopfschmerzen auf die gemeinsame Mission, gab sich große Mühe, dass ihre eigenen Handlungen der vergangenen Nacht ihr nicht zu Kopf stiegen und möglichst keine Schamesröte ins Gesicht zauberten. Nachdem die Besprechung beendet und die Gruppe wieder aufbruchbereit war, traute sie sich erneut zu Halsin und entschuldigte sich für ihre Aufdringlichkeit am Vorabend. Halsin: Der Eichenvater segne Euch. Elesil: Ich hoffe, ich war auf der Feier mit den Tieflingen… nicht zu aufdringlich. Ich habe mich mitreißen lassen. Halsin: Ich bin nicht so leicht zu erschüttern. Und vergesst Eure Reue. Ihr habt Euch nicht mitreißen lassen, Ihr habt gelebt. Unter anderen Umständen hätte ich dasselbe getan. Elesil: Ihr hättet dasselbe getan …? Halsin: Vielleicht… doch man sollte vergangene Nächte vergessen. Es kommen noch viele weitere.
Zu ihrer großen Freude war der Druide sehr verständnisvoll und nahm es ihr in keinster Weise übel. Unterbewusst musste Elesil lächeln, sie fühlte sich… geehrt? Er hätte dasselbe getan? Er fand sie also interessant und hübsch? Sie fühlte ihr Herz etwas schneller schlagen und eine gespannte Vorfreude auf die gemeinsame Zukunft stieg in ihr auf, trotz der widrigen Umstände, die sie zusammen geführt haben.












