ERC Ingolstadt vs. Krefeld Pinguine (4:1) Dientag / 5.1. 2016 / 3700 Zuschauer Saturn Arena Eishockey unter der Woche, man hat Urlaub und der Feiertag steht einem auch schon wieder ins Haus - ist doch wunderbar. Da man mit den bayrischen Regelungen so eingefleischt ist und man dachte der Feiertag “Heilige drei Könige” steht Bundesweit an, lies einem im Stadion dann doch das Gesicht in die Hände sinken. Da Krefeld am darauffolgenden Tag leider keinen Feiertag hatte konnte man also mit wenig bis keinen Gästeanhang rechnen. Jediglich ein paar Trikotträger eines fränkischen Ablegers fanden sich lautlos und nur mit einer simplen Zaunfahne eingedeckt im eigentlich sehr geilen Gästeblock ein. Erinnert uns persönlich an Gästeblöcke wie in Bad Tölz oder Erding! Da Krefeld auch gute 6 Stunden (inklusiver kurzer Pause) von Ingolstadt entfernt liegt, rechnete man auch nichtmal weiter mit einer Autobesatzung spontaner und beurlaubter Communanza Krefeld Leute. Aber wiederum auch verständlich dass kaum ein Fan aus Krefeld den langen Weg nach Ingolstadt findet wenn sich der eigene Verein am Tabellenende einfindet. Bestellt wurden die Eintrittskarten direkt über Internet da man trotz der Terminierung des Spieltages unter der Woche mit einer fast ausverkauften Hütte rechnete und laut Internet und dem ziemlich absturzbereiten Onlineshop (!) sich ziemlich mittig auf der Gegengerade einfinden sollte aber komischerweise direkt an der Scheibe, direkt hinter der Strafbank der Gäste platz nehmen musste. Also wurde die Sicht auf das Gioventù ziemlich eingeschrenkt durch das Plexiglas und mehr oder weniger über den Videowürfel konsumiert welches das geschehen auf dem Eis und in der Kurve aber auch sehr gut einfing. Der ganze Ingolstädter Support lässt sich als recht Kuttig beschreiben. Die mitmachquote war teilweise schon sehr hoch und auch relativ konstant. Auch Zaunfahnentechnisch wussten einge Fetzen zu gefallen, wobei sich uns bis heute noch die Frage stellt warum die Hauptzaunfahne vom Gioventù falsch herum hing und welchen Grund des “Protestes” es wohl gab - aber egal, solange es kein Stimmungsboykott war. Im Endeffekt lag es wohl an der Mannschaftsleistung denn der ERC als vergangener Deutscher Meister befindet sich momentan in der hinteren Hälfte der Tabelle. Der Schwenkereinsatz kam über die kompletten 60 Minuten auch nicht zu kurz und wurde bei bestimmten stellen im Liedgut sehr ausgiebig geschwenkt was ein optisch geiles Bild erzeugte. Weniger gefiel uns die Stimmungsmache des Stadionsprechers welche man aber wahrscheinlich überall in der DEL hat welcher schon eine dreiviertel Stunde vor Bully jeden Eckblock, jede Gegengerade usw begrüßte und zum anfeuern animierte. Auch das spielerische war sehr attraktiv für das Auge welches eigentlich nur die Bayern&Oberliga-spielweise kannte und ab und an mal vor ein paar Jahren in die DEL2 reinschnupperte. Ingolstadt glänzte hierbei mit ziemlich vielen schnellen Kontern die man sich beim heimischen EHC nur wünschen konnte. Trotzdem verlief das spiel ziemlich zäh, trotz des furiosen 2. Drittels in dem es dem ERC gelang 4x mal den Puck ins gegnerische Netz zu bringen und diesen Torstand auch bis zum Ende behielt. Lediglich irgendwann in der mittelphase des letzten Drittels gelang es den Pinguinen dann zum ehrentreffer für die circa 15 mitgereisten Fans. Fazit zum Ende. Gerne schau ich mir Ingolstadt auf den Rängen und auf dem Feld nocheinmal an aber dann muss es schon Derby sein oder zumindest ein attraktives Gästeaufgebot.









