Fussballclub Union Berlin vs. Austria Salzburg (5:0) Samstag. 30 Januar 2016 / Benefizspiel Stadion an der alten Försterei (9600 Zuschauer / Circa 400 Gäste) Samstag, schneeregen gemischt mit Windböhen, einer knackigen Temperatur von 6 Grad und im Navigationsgerät steht die Hauptstadt - irgendwo Top irgendwo auch wieder nicht. Relativ früh ging es diesmal mit 3 Leuten ins östliche Berlin, die Stadt die nie schläft und Europaweit auch mit einer zu den Streetart-Hochburgen gehört, welche man direkt vor die Augen geworfen bekommt wenn man dort mit der S-Bahn unterwegs ist. Jeder Quadratmeter mit Tags und Bombings beschmiert den man findet. Aber bevor das ganze gesichtet wurde und man ausnahmsweise durch das Securitypersonal direkt an der alten Försterei parken durfte weit vor Spielbeginn, ging es zu Fuß und einem Berliner Kindl in der Hand quer durch Köpenick und lies sich mit sperreweit-offenen Augen von den einheimischen mit “Lofste davor, zack un rüwa!” den Weg zur nächsten S-Bahn erklären. Als hätte man nicht schon als Franke mit Ostdeutsch zu kämpfen kommt hier ein heftiger wisch Berlinerisch hinzu. Schnell am Schalter noch ein Ticket richtung Alexanderplatz herausgelassen, immerhin hatte man die Reise extra früher angetreten um Berlin mal genauer zu besichtigen. In der Bahn wurde dann die Zeit genutzt um sich von den künsten der Berliner Streetartszene zu überzeugen und die ein oder andere Info zu besorgen wo sich Unioner und die Violen treffen würden. Das hätte man im Vorfeld schon tätigen sollen dann hätte man von unserer Seite aus auch mehr vom Unioner Fanmarsch der ungefähr 1.000 Mannstark war gesehen, aber dazu später mehr im Text. Mit der Austria wurde hierbei aber der 6er im Lotto gezogen, diese riefen zum Treffpunkt auf dem Vorplatz vom Fernsehturm auf. Bei Ankunft waren hier auch schon ungefähr 100 Österreicher gesichtet. Das ganze lies sich mit Verpflegung vom Subway auch relativ gut beobachten der genau daneben war. Circa eine Stunde später hängte man sich an den 300 Mann starken Austriamob welcher mit der S-Bahn richtung Köpenick fuhr ran und lief stetig vor Polizei und den Lilanen her die typisch international “Wir sind die Jungs aus der Mozartstadt, ficken oder was, ficken oder was?!” die kompletten Stationen beschallten. Interessant wäre es gewesen hätten sich Herthaner oder BFC’ler am Alexanderplatz blicken lassen aber dazu kam es nicht. In Köpenick angekommen trennte man sich vom Austria Mob und lief die gleiche Strecke wieder zum Stadion zurück. An der nächstgelegenen Haltestelle der Straßenbahn vernahm man dann die ersten lauten Gesänge und dachte der Austriamob kommt auch gleich wieder um die Ecke da sich viele Busse von den Cops bereitstellten und auch in einer Eckkneipe einige Unioner zu vernehmen waren. Aber man wurde eines besseren belehrt so sah man wenigstens noch den 1000 Mannstarken Union Fanmarsch begleitet mit Pyro und Fangesängen bei dem es dann auch zu den stark kritisierten Einsätzen seitens der Polizei mit Pfefferspray kam. Angekommen am Stadion verpflegte sich der ein oder andere von uns dann noch mit dem Benefiz Seidenschal der extra für dieses Spiel angefertigt wurde und der erlös der Austria zugute kommt. Für einen 10er konnte man sich auf der Haupttribüne auch perfekte Sitzlplätze ein paar Reihen über dem Stadionsprecher mittig vom Spielfeld ergattern während man auf Stehplätzen für 5€ unterkam. Während die Österreicher sich hinter ihrer großen Curva Viola Fahne positionerten und die ersten Redbull feindlichen Gesänge durch das Stadion brüllten boykottierte man auf Unioner Seite die ersten 10-Minuten ehe die ersten Polizeifeindlichen pöbelgesänge hinter der frisch aufgehängten Eisern Union Zaunfahne in den Abendhimmel geschrien wurden und der komplette eiserne Anhang von ihren 2 übermotivierten Vorsängern die auf ihren Podesten alles gaben vorrangepeitscht, unterstrichen von vielen klatsch, hüpf und schaleinlagen. Besonders laut stach der Gesang “dem Morgengrauen entgegen” heraus welcher auch einige Minutenlang zelebriert wurde. Vom Gästeblock war nicht viel zu vermelden bis auf die Redbullfeindlichen Gesänge, ausser dass sich kurzzeitig untereinander die Fresse poliert wurde und die Cops kurz den Gästeblock stürmen mussten um 1-2 Personen herauszuziehen. Es wurde zwar durchgehend gesungen allerdings kam hier nie eine nennenswerte Lautstärke auf, aber für den Rahmen eines internationalen Benefizspieles mit Suffsupport in ordnung. Dabei sei zu erwähnen dass hier das komplette Stadion von jung bis alt “Alle Bullen sind schweine” sang und auch die junge Tochter ihren Vater direkt hinter uns fragte was dieser Gesang bedeutet welcher nur verschwitzt meinen konnte dass er es ihr zuhause erklärt - hoffentlich hat er es nicht vergessen. Wenig später rutschte dann noch ein Violer von der Stange und musste bis zum Spielende von den Sanitätern im Gästeblock behandelt werden - das kommt jetzt relativ spät aber falls noch Verletzungen vorhanden sind dann gute besserung unsererseits. Unterstützt auf den Rängen wurde Salzburg von einigen Leuten der Aarauer Szene. Auf dem Feld führte Union nach 10 Minuten bereits 4:0 und legte in der 2. Halbzeit zum 5:0 nach. Austria kam mit ein paar wenig gefährlichen Torchancen wenigstens auch ein paar mal dem gegnerischen Tor näher aber konnte das runde Leder dort nicht unterbringen. Nach dem Spiel lief die Austria dann noch unter Beifall und Austriagesängen von den Unioner Rängen eine Ehrenrunde im Stadion ehe es in die Kabinen ging und für uns nach Hause.









