The truth about being an exchange student
Heute kommt mal wieder ein deutscher post, weil ich ein bisschen Übung brauche, haha. Ja, als Austauschschüler verlernt man seine Muttersprache. Dafür wird das Englisch besser, auch wenn man es vielleicht nicht so merkt. Aber mir ist schon aufgefallen, dass ich nicht mehr so oft nachfragen muss wie am Anfang. Eigentlich passiert das sogar echt selten.
Wir haben jetzt zwei Wochen Winterferien. Und morgen ist Weihnachten. Und in einer Woche werde ich endlich 16! Ich bin irgendwie ein bisschen aufgeregt. Irgendwie ist es so komisch Weihnachten mal so ganz anders zu feiern. Sonst hieß Weihnachten immer mit Familie zusammen zu sein und ich habe mich wahnsinnig drauf gefreut. Dieses Jahr ist das irgendwie so komisch, weil ich nicht bei meiner Familie bin und die Amerikaner ganz anders feiern. Irgendwie bin ich auch noch nicht so richtig in Weihnachtsstimmung, obwohl draußen zwei inches Schnee liegt und im Haus nur noch Weihnachtsmusik zu hören ist. Es ist einfach anders als sonst. Aber ich bin auch gespannt, wie das so in Amerika ist.
Die letzten Wochen waren irgendwie sehr... brisant. Ich sage euch ganz ehrlich dass Austauschschüler sein nicht leicht ist. Die ersten Monate waren toll, ich war fasziniert von Amerika, habe mich aber auch kritisch mit Unterschieden auseinandergesetzt und es war einfach sehr spannend ein komplett anderes Leben zu leben. Aber der November wurde dann sehr melancholisch, und ich habe oft an zuhause gedacht und ja, ich hatte Heimweh. Es war nicht immer einfach und es gab Momente in denen ich einfach nur zuhause sein wollte. Es lag nicht daran, dass ich mich in meinem neuen zuhause nicht wohlgefühlt habe, sondern eher, dass ich meinem alten hinterhergetrauert habe. Mir ist natürlich klar, dass ich schon sehr bald wieder zuhause sein werde. Aber als Austauschschüler weiß man auch, wie lange einem ein paar Monate vorkommen können. But then again, hier sitze ich nun, habe schon 21 Wochen hinter mir und denke mir: schon?! Es kommt mir so vor als wäre dieses zweite halbjahr 2013 wahnsinnig schnell vergangen. Und mir bleiben nur noch 5 Wochen. Ein großes Highlight aus dem November war natürlich Kalifornien. Es war einfach so schön und ich bin so dankbar, so viel von Amerika in so kurzer Zeit gesehen zu haben.
Dann begann das neue Trimester, und, es ist kaum zu glauben, mein neuer Stundenplan ist sogar noch chilliger :D nur CrossFit ist... hart. Die ersten beiden Wochen hatte ich durchgehend Muskelkater, es ist einfach total anstrengend.. aber ist ja typisch amerikanisch und irgendwie machts auch spaß. Ich habe ganz ehrlich noch nie so viel Sport gemacht wie hier in den USA.
Am Freitag gabs dann morgens erstmal gratis Pancakes für alle, und Unterricht gabs später. Dann hatten wir noch eine Assembly bei der alle Athleten geehrt wurden. Und dann gabs eine Foodparty in meinem Lieblingskurs Yearbook. Unser Kurs ist wie eine große Familie. Ich weiß, es hört sich cheesy an, aber wie meine Lehrerin gesagt hat, Schüler, die in Yearbook sind haben meistens ein großes Herz ♥ Man merkt einfach, dass sich jeder auf diese Stunde freut. An diesem Tag haben wir dann auch so was ähnliches wie wichteln gemacht. Ich habe das Geschenk von meiner Lehrerin gezogen und sie hatte so eine Weihnachtsbaumkugel verziert, und die ist einfach so schön! :) Ich habe mich ehrlich sehr gefreut! Am Samstag begannen dann endlich die Ferien und wir Austauschschüler sind erstmal shoppen gegangen. Ich habe noch nie soviel ausgegeben wie an dem Tag, aber ich sag mir immer, du bist nur einmal hier. Und es gab so viele sales... Der Tag war echt super, und ich werde die Mädels so sehr vermissen, das weiß ich jetzt schon.
So, das wars dann für heute:) Ich bin gespannt auf morgen!
Ganz liebe weihnachtliche Grüße, ich hoffe ihr verbringt ein tolle Zeit woimmer ihr auch seid!