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Rio, die geteilte Stadt, Part II
Der Tag an dem wir die Favela Rocinha besuchten, folgt JETZT: Favela kommt aus dem Portugiesischen und heißt wörtlich übersetzt ‘Barackenstadt’. Auch bekannt als ‘Elendsviertel’ oder ‘Slums’. ‘Rocinha’ gilt als größte Favela Brasiliens und befindet sich im Süden von Rio des Janeiro. Die lateinamerikanische Favela erstreckt sich über einen steilen Berghang und überschaut, etwa einen Kilometer vom Strand entfernt, die Stadt. Wir trafen unseren Guide, (Carlos, 21 Jahre jung) außerhalb der Favela und trafen auf 6 weitere Teilnehmer: 3 Thailänderinnnen, 1 Pärchen aus England und einen gut gelaunten und lässigen jungen Mann aus Barbados, der Karibik. Carlos und sein Bruder Pedro (15 Jahre) sind beide in Rocinha geboren. Ich würde Carlos als eine sehr starke und rigorose Persönlichkeit bezeichnen, bin mir aber nicht sicher, ob das mehr Fassade ist. Seine Statur lässt ihn etwas klein und mollig aussehen. Carlos hat noch nie die Welt von oben gesehen, geschweige denn Brasilien verlassen. Er arbeitet als Touristenguide und führt mehrmals die Woche schaulustige und interessierte Touristen wie uns durch seine Heimat’stadt’. Dennoch ist er ein sehr gebildeter und kluger Junge, der sehr wissbegierig ist und sein Wissen vielfach durch Touristen aufbessert. Wie ist das mit den Schulen in Deutschland? Gibt es private und öffentliche Schulen? Wer zahlt dafür? Und in Thailand? Wie stehen die Europäer zu ihren Nachbarstaaten? Ist es wahr, dass die Deutschen die Holländer als ‘Käskoppe’ bezeichnen? Ich war überrascht als er mir diese Frage stellte und musste bedauerlicherweise zugeben, dass es teilweise stimmt, ja. Carlos spricht perfekt Englisch und seine Englischkenntnisse hat er angeblich über diverse Filme auf Netflix erlernen können. Ich bin beeindruckt. Nun gut, angekommen in seiner Favela, starteten wir unsere Tour. Wir stoßen auf einfache Ziegelhäuser, aber dennoch bewohnbar, auf unendliche viele Stromkabel, die wild durcheinander und miteinander umflochten über die Straße führten, auf viele streunende Hunde und Katzen, Graffitis an jeder Straßenecke, auf passable Gemeinschaftseinrichtungen wie Cafes, Obst-und Gemüsestände, Kirchen, Handyshops, kleine Kinos (Kinder saßen mit Kopfhörern vor dem Fernseher auf einer Couch), Friseursalons, Werkstätte und Beautysalons etc. Es ist also nahezu alles vorhanden, was man sich vorstellen kann. Carlos und Pedro sind glücklich und stolz in einer Favela wie dieser geboren zu sein. Als ich Pedro danach fragte, ob er stolz auf seine Herkunft ist, antwortete er klar und deutlich mit ‘ja’. Auf die Frage, was er macht, sobald er krank wird, entgegnete er mir mit solch einer Überzeugung, dass ich sprachlos wurde und innerlich schmunzeln musste. Einen Arzt, eine Versicherung? Nein, er wird einfach nicht krank und lächelte dabei. Jaa, diese Favela hat irgendetwas magisches, einen Spirit, den man selten anderswo findet. Carlos und Pedro haben auf mich einen professionellen Eindruck gemacht, Carlos vor allem beherrscht sein Handwerk als Touristenguide perfekt, Pedro hatte warmherzige Augen und wirkte daher etwas authentischer. Wenn er mal groß ist, möchte er Schriftsteller werden. Good luck to you, little Pedro! Zum Schluß unserer 4-stündigen Tour haben wir noch den Gründer dieser Tour in seinem Haus besucht. Er hat sowohl brasilianische als auch amerikanische Wurzeln. Sein Bein ist von oben bis unten mit den Umrissen der Favelahäuser tätowiert. Er hat mehrere Katzen und ist inzwischen schon etwas älter, weswegen er Carlos und Pedro für Touren trainiert. Unser Eintrittsgeld kommt sozialen und musikalischen Zwecken in Rocinha zugute. Na dann ist doch alles gut ... Ob ich mich in der Favela jemals unwohl gefühlt habe? Nein, überhaupt nicht. Danke euch Jungs, für dieses unvergeßliche und einmalige Erlebnis.
Agora eu e Liliane @lilianedemorais , aqui na Rocinha !!! Vamos comer um sushi Maravilhoso. .. Curtindo a Favela in Rio!! Huruu . #favelatour #nanihairplus #maxperfumaria #maxperfumariaeestetica #loverio #cabeloslindos #comidashow (em Rocinha - Sao Conrado)