Angelehnt an diesen Post von @papierchen über das mentale Alter von Leo und Adam, hier nochmal zwei Beobachtungen von mir zu Adam: Ich finde dieses Kindliche und Naive von Adam sieht man auch so gut in der JVA Szene, als er seinen Onkel Boris wiedersieht. Er ist als Polizist im Gefängnis, alle Beweise sprechen gegen ihn, niemand scheint ihm zu glauben, sogar bei Leo ist es zweifelhaft, ob er ihn überzeugen konnte. Er ist ganz alleine. Und dann ist da auf einmal diese wichtige Bezugsperson aus seiner Kindheit. Vielleicht ist er an diesem schrecklichen Ort doch nicht so alleine? Vielleicht kann er es dort mit Boris zumindest zusammen aushalten, so wie Boris ihm auch geholfen hat, die Zeit mit seinem Vater besser zu ertragen? Vielleicht gibt es doch noch irgendwen, auf den er sich verlassen kann? Jemand, der ihm in der Situation hilft? Und Boris spielt das natürlich komplett in die Karten, er steigt voll darauf ein und erinnert Adam daran, wie sie beide "Befehle vom König" empfangen haben, als Adam klein war. Boris ist auf seiner Seite. Er musste damals auch auf Roland hören, der ihn und Adam ins Gefängnis gebracht hat. Adam schaut ihn über die Szene hinweg so vertrauensvoll und mit so viel Hoffnung an, und es ist heartbreaking, wie sehr er in den Szenen später dort wieder einmal mehr gebrochen und enttäuscht wird.
Was auch auffällt: Während des Gesprächs blickt Boris Adam die meiste Zeit direkt und frontal ins Gesicht. Adam hingegen schaut ihn zwar auch meistens an, hält aber den Blick über die gesamte Unterhaltung eher gesenkt und schaut oft von unten zu ihm hoch. Die Schultern sind nach vorne gezogen. Er ist so klein. Und nimmt damit vielleicht eine ihm vertraute Position ein, als er jünger war und sowohl physisch wie auch metaphorisch zu Boris aufgeblickt hat?
Noch eine weitere Szene, die mir direkt eingefallen ist: Bei FdG am Anfang, als Leo seiner Enttäuschung Luft macht. Da macht Adam sich auch klein, schaut nach unten, dann zerknirscht nach oben, redet ganz vorsichtig und eher kleinlaut mit Leo und mir kommt es so vor, als würde er da in die Rolle eines kleinen Jungen fallen, dem eine Standpauke von jemanden gehalten wird, den er eigentlich gar nicht enttäuschen wollte. Vielleicht auch eine Rolle, die ihm bekannt ist und die er als Kind öfter einnehmen musste.
Da findet er dann aber tatsächlich schnell wieder raus und behauptet sich gegenüber Leo.














