Sie suchen die Freiheit in etwas, was ihnen niemals auch nur einen Hauch Freiheit gewähren wird. Sie hoffen auf die Disneyprinzessinnenstory. Der wahr gewordene Traum. Befreit von den Fängen ihres schrecklichen Zuhauses. Sie wissen sich nicht zu retten, ohne mit den Konventionen zu brechen. Und das wollen sie nicht. Sie riskieren sich damit ins Aus zu schießen. Damit jeglichen Bezug zu ihrer Familie zu verlieren, deren oberflächliches Getue von wegen Familie sei das Wichtigste eine Floskel ist, etwas das sie eingeimpft bekommen haben, ohne jemals den Begriff Familie begriffen zu haben oder gar weiter zu geben. Sie würden das schwarze Schaf sein. Dunkler als jede Gewitterwolke. Und verhasster als jede Krankheit. Sie wollen nicht mit ihrer Familie brechen, denn die stete Hoffnung, dass man sie irgendwann erkennt oder gar anerkennt, dieses Bedürfnis, dieser Hunger ist größer als ihr Bestreben endlich sie selbst sein zu dürfen. Deswegen flüchten sie in ein von der Gesellschaft anerkanntes Konstrukt des Lebens das wir Ehe nennen. Denn der Satz ‘Mundesh me ba kur t'martohesh’ ist wie ein stilles Gebet. Ein stummer Schrei nach Freiheit.
Meins












