es kommen auch wieder andere tage und gefühle, oder?
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es kommen auch wieder andere tage und gefühle, oder?
Manchmal will ich die Welt einfach auf stumm stellen.
@plage-im-kopf -HL
Nach außen still und innen ein Sturm, den niemand sieht.
- eigenes
„wohin geht man, wenn man vor sich selbst flüchten möchte?“
- @katastropvxe
Ich habe mich noch nie so sehr nach Schlaf gesehnt. Danach das endlich der Kopf für ein paar Stunden Ruhe gibt
Zuflucht in sich selbst vor allen anderen ist besser als Zuflucht in anderen vor sich selbst.
Damals war ich gefangen in etwas, das sich Liebe nannte, aber nur Angst hinterließ. Ich dachte, Zuneigung wäre, jemanden nicht loszulassen – bis ich merkte, dass sie mich festhielt, um mich kleinzuhalten. Worte wurden zu Waffen, Nähe zu Kontrolle. Ich verlor mich, Schritt für Schritt, bis ich nicht mehr wusste, wo ich aufhörte und sie begann. Als ich fiel, war niemand da, der mich auffing. Nur Stille, Scham, Verwirrung. Und dann kam dieser Moment, in dem ich nicht mehr konnte. Kein lauter Entschluss, keine große Geste – einfach ein einziger Instinkt: Flucht. Ich bin gerannt, barfuß durch Angst und Wut, nicht in Richtung Freiheit, sondern nur weg von ihr. Von allem. Von mir. Ich suchte Zuflucht in irgendeinem Chaos, das stiller war als meines. Ich wollte nur Ruhe. Kein Denken, kein Fühlen, einfach kurz nicht existieren. Ich nahm Dinge, die ich nie nehmen wollte, atmete Rauch, der nach Metall und Schuld roch, und kotzte, als würde mein Körper sich gegen mein eigenes Leben wehren. Und doch – für einen Moment war mein Kopf leer. Diese Leere fühlte sich an wie Frieden, und genau das war das Gefährliche daran. Ich hab’s nie wieder getan. Nicht, weil ich stark war, sondern weil mein Körper sich erinnerte, was mein Herz vergessen wollte: dass das keine Ruhe war, sondern Selbstzerstörung. Ich war siebzehn, müde und allein. Ich nannte es Überleben. Heute weiß ich, dass das keine Liebe war. Liebe hält dich nicht fest, sie lässt dich atmen. Liebe schreit nicht, sie hört zu. Liebe verletzt nicht, sie heilt. Ich war damals nur ein Mädchen, das Schutz suchte – und sich selbst verloren hat, um ihn zu finden. Jetzt, Jahre später, weiß ich: Ich bin nicht mehr auf der Flucht. Ich bin angekommen – nicht bei jemandem, sondern in mir. Und das ist genug.
Es macht keinen Sinn. Ich mach keinen Sinn. Ich brauche ein Ende