29.01.2021
Heute. Heute glaub ich ist es soweit. Ich habe wieder von dir geträumt, aber nicht wie immer, diese Träume in denen ich hoffe, dass wir uns wiedersehen. Kein Traum, in dem ich geträumt habe, dass du mich liebst. Nein, heute nicht. Heute habe ich geträumt, dass wir wie immer in der Schule waren. Ich weiß nicht wir waren irgendwie in der Küche was aber auch gleichzeitig der Klassenraum war? jaaa, keine Ahnung - ich mache die Träume nicht, ich träume sie nur. Irgendwie kamen wir aber wie drauf, dass ich in dich verliebt bin und du hast nur die Augen verdreht und wir haben uns irgendwie gestritten. Meine Sitznachbarin war auch dabei. Irgendwann hast du dann gesagt: “.... es tut mir leid aber ich liebe dich nicht, ich kann dir nicht das geben was du von mir willst. Es tut mir leid.” Normalerweise wäre das wieder ein Weltuntergang geworden, aber diesmal nicht. “Es ist okay. Ich weiß, dass du mich nicht liebst. jetzt nicht und morgen nicht. Es ist okay, aber ich liebe dich. Ich verlange nicht, dass du das Selbe für mich empfindest. Ich verlange nur, dass du es akzeptierst, weil ich es nicht ändern kann. Ich kann meine Gefühle nicht ändern. Aber ich will nicht, dass du dich zu etwas zwingst oder dir was einredest. Nein. Akzeptiere es und aus.”
Guten Morgen. Aber ich muss sagen ich war so glücklich als ich aufgewacht bin, irgendwie geschockt, aber glücklich. Ich habe zum ersten Mal in einem Traum gesagt, dass es okay ist, wenn du mich nicht liebst, jetzt nicht und auch nicht irgendwann. Ich bin cool damit. Endlich. Nach fast zehn Jahren, seit wir uns kennen. Ich musste auch nicht den ganzen Tag an den Traum denken wie sonst, nein ich habe das geträumt und gut. Es fühlt sich wirklich gut an. Ich weiß ich schreibe hier als hätte ich nach Jahren eine toxische Beziehung beendet aber für mich war es das. Die toxische Beziehung mit meinen Träumen in denen ich dich verarbeitet habe, was wir nie hatten, ich immer wollte und du? naja ich weiß es ja bis heute nicht was du wolltest oder auch nicht wolltest oder doch - wie auch immer. Ich habe es heute beendet. Meine Träume haben dich beendet. Ich denke, dass deine letzten Posts doch seeeeeehr viel dazu beigetragen haben, dass du deine Anziehungskraft auf mich verloren hast. Ich meine - naja. Ich bekomme keinen traurigen Blick mehr wenn ich deinen Namen lese. Ich bekomme kein Herzklopfen wenn ich deine Story sehe. Noup. Das soll nicht heißen, dass du mir scheissegal bist und wegen mir tot über’n Gartenzaun hängen kannst. Nein. Natürlich, freue ich mich wenn wir uns eines Tages wiedersehen oder ich dir vielleicht zum Geburtstag gratuliere (mal schauen, wie ich mich bis dahin fühle) und du mir schreibst, aber mein Unterbewusstsein, mein kleines Teenager-ich hat dich gehen lassen. Endlich. Du wirst wieder kommen in meinen Träumen, mit Sicherheit heute nacht, weil ich soviel von dir schreibe, aber ich habe keine Angst mehr davor. Aber ich hoffe auch nicht mehr, dass es passiert. Danke. Ich habe abgeschlossen. Es tut gut. Ich habe gemerkt, dass es nichts bringt in der Vergangenheit zu leben, weil man sie niemals ändern können wird. Wir werden nie wissen was wäre gewesen wenn, nein. Wir werden es niemals erfahren. Das ist gut so. Ich habe gemerkt, dass ich mich nicht in eine alte Traumwelt flüchten muss um glücklich zu sein, weil mein Glück jeden Tag neben mir schläft. Ich sehe ihn an und weiß ich bin zuhause. Ich weiß nicht wo ich mit dir wäre. Glücklich? Unter der Brücke? Auch so erfolgreich? ein anderer Mensch? wir werden es nie erfahren. Aber ich kann jetzt sagen, dass ich weiß, dass du nicht an mich denkst und es tut mir nicht weh, weil es okay ist. Du bist in einem anderen Punkt im Leben als ich. Das ist gut. Das ist okay. Wir werden uns sehen. Morgen beim Einkaufen? Am Sonntag wenn ich arbeite? In drei Monaten beim shoppen? in drei Jahren beim Klassentreffen? In zehn Jahren auf dem Elternabend unserer Kinder? ich weiß es nicht, ich weiß nur dass ich nicht mehr Tage zu bringen werde zu hoffen dich zu sehen und keine Nacht mehr damit zu verschwenden hoffend von dir zu träumen. Ich werde dich damals wie heute und in Zukunft mit einem blöden Spruch begrüßen und mich freuen dich zu sehen. Aber es tut mir leid, mein Leben hängt nicht mehr, davon ab ob ein rotes kleines Auto irgendwo rumfährt, du heimlich mein Instagram stalkst oder du vielleicht an mich denkst. Ich habe mein Leben und du deins. ich mache mein Ding und du deins. Ich bin froh darüber.
Leb wohl, du Traum meiner schlaflosen Nächte.











