38 internationale Hilfsorganisationen haben die von syrischen und russischen Truppen in Aleppo eingerichteten Fluchtkorridore für Hunderttausende eingekesselte Zivilisten kritisiert. Dies sei keine humanitäre Hilfsmaßnahme, schreiben Save the Children, World Vision und Awo International gemeinsam mit 35 weiteren Organisationen.
Einen angeblich sicheren Fluchtweg anzubieten dürfe nicht im Umkehrschluss bedeuten, dass die verbleibenden Menschen zu militärisch legitimierten Zielen werden. Aleppo dürfe nicht zu einem weiteren "Ort des Massensterbens" werden, der Belagerungszustand und die illegalen Angriffe auf Zivilisten müssten enden. Eine echte humanitäre Hilfsaktion würde die Bewohner von Aleppo nicht vor die Wahl stellen, "entweder in die Arme ihrer Angreifer zu fliehen oder in den belagerten und bombardierten Stadtteilen zu bleiben", schreiben die Hilfsorganisationen in ihrer Mitteilung.
Die UN verlangen von Russland und Syrien, die Verwaltung dieser angekündigten Fluchtkorridore UN-Experten zu überlassen.
In ihrer gemeinsamen Erklärung verlangen die Hilfsorganisationen, dass Russland dieser Aufforderung Folge leistet. Ferner müsse Russland darauf hinwirken, dass die Konfliktparteien wöchentlich eine 48-stündige Feuerpause einhalten. Nur so könne ein sicherer, ungehinderter und unverzüglicher humanitärer Zugang gewährleisten werden, über den Hilfsgüter nach Aleppo transportiert werden und Menschen freiwillig die Stadt verlassen können.
Quelle: zeit.de












