Irgendwann vor 1980 / 2021
Die Briefwaage
Wie lange wir sie schon haben, die Briefwaage? Das weiß niemand so genau, aber wohl mindestens seit ca. 1980 – in dem Jahr hat unsere längstgediente Mitarbeiterin ihre Stelle angetreten und da war sie wohl schon da. Auch in meinen eigenen frühen Kindheitserinnerungen der Praxisräume meines Vaters Anfang der 80er Jahre taucht sie (als interessantes Spielzeug) auf.
Vor gut 10 Jahren wurde sie in Rente geschickt – da hatten wir eine moderne Frankiermaschine mit eingebauter digitaler Briefwaage angeschafft. Seitdem stand sie ungenutzt als Dekorationsstück auf dem Schreibtisch der erwähnten Mitarbeiterin herum.
“Dank” der Corona-Pandemie und der dadurch beschleunigten Digitalisierung unseres Büros wird sie nun wieder reaktiviert. Da wir inzwischen die allermeiste (aber nicht sämtliche) Post auf elektronischem Weg verschicken, haben wir die digitale Frankiermaschine mitsamt der integrierten Briefwaage abgeschafft und bestellen alle paar Monate mit ein paar Klicks online die nötigen Briefmarken für das Wenige, was wir jetzt noch physisch auf den Postweg geben. Das muss zur richtigen Frankierung (zumindest in Grenzfällen) natürlich weiterhin gewogen werden, und so nehmen wir die analoge Briefwaage wieder in Betrieb.
Nachtrag: Wenn man den rötlichen Hebel mit dem runden Gewicht nach unten umklappt, kann man die untere Wiegeskala für schwerere Postsendungen benutzen.
(Fabian Leinen)






