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Man will doch nur dass was man noch nie gehabt hat.
Technologie als Brücke der Dualität von Geist und Körper
Der Anime-Film Paprika zum gleichnamigen Roman von Yasutaka Tsutsuis zeigt die moralischen Konsequenzen, vor welche wir Menschen gestellt werden, sollte der seit Jahrtausenden vorherrschende Dualismus gelöst werden und geistige Bilder und Gedanken können, zum Beispiel mit einem bildgebenden Verfahren, auf einem physisch vorhanden Computersystem abgebildet werden:
(Quelle: Youtube)
Das diese Idee nicht mehr ganz so abwegig ist und wir bereits Bruchstücke aus Träumen vermögen bildtechnisch darzustellen, habe ich in folgendem Beitrag erläutert: http://blog.arbyten.ch/post/83705822226/die-idee-der-geistigen-singularitaet
Nun sehe ich aber trotz dem über uns schwebenden moralischen Damoklesschwert, dessen Paradigma menschliche Erfindungen seit jeher unterliegen, eine grosse Chance für uns Menschen einen kommenden evolutionären Schritt selbst einzuleiten. Die Rechtfertigung, dass die Evolution ein Wesen an die Spitze der darwinistischen Nahrungskette befördert hat, dessen Denkapparat 20% der gesamten Energie eines Organismus verschlingt, vermag nicht zu letzt mit dem reflektierenden Selbst zu tun haben. Das Ich entsteht also erst durch die Leistung unseres Gehirns, auf einer Metaebene über diesen Daseinszustand nachzudenken. Damit dies möglich ist musste die Evolutionsgeschichte eine der genialsten Erfindungen hervorbringen, die bis anhin auf diesem Planeten existieren - die Sprache. Sie ist bis anhin die einzige Möglichkeit den oben beschriebenen Dualismus ansatzweise zu lösen und doch schafft sie es nicht ganz. Ich vermag zwar meinem Gegenüber meine Gedanken, meine Träume in Worte zu fassen, die wiederum Bilder auslösen, jedoch sind wir nicht - noch nicht - in der Lage diese Bilder und somit die elementare Wirklichkeit unseres Gegenüber zu erfassen. Lediglich ein von uns selbst generiertes Bild dient uns zur Wirklichkeitsüberprüfung, dessen Details in vielen Facetten von dem Bild unseres Gegenübers abweichen.
Technologie könnte für dieses Problem als Mittler fungieren, so begeistert mich nachfolgende Idee seit einigen Jahren:
(Quelle: Youtube)
Mit dem Bald auf dem Markt erscheinenden Emotiv ist für einen Massenmarkt bereits die hälfte der Strecke geschafft. Damit ist es uns möglich Emotionen zu erfassen: https://www.kickstarter.com/projects/tanttle/emotiv-insight-optimize-your-brain-fitness-and-per
(Quelle: Kickstarter)
Die zweite Hälfte der Stecke wird dafür um so steiniger. Ein Ansatz an dem geforscht wird, sind sogenannte Neuroimplantate, deren Elektronen sich mit dem Gehirngewebe vernetzen und so einen direkten Austausch ermöglichen. Mehr Infos zu diesem Thema finden Sie auf der Internetseite dasgehirn.info. Der monatliche Themenschwerpunkt behandelt Brain-Computer-Interface: http://dasgehirn.info/entdecken/brain-computer-interface/
In der Konsequenz hätten wir den Dualismus nicht überwunden, aber wir hätten jenes Werkzeug der Sprache, welches uns in so kurzer Zeit an die evolutionäre Spitze gebracht hat, um die Komponente der Emotion ergänzt. Wenn die Menschheit dies zum Wohle der Allgemeinheit und des Einzelnen einsetzen würde, bin ich der Überzeugung das uns die Natur belohnt und wir über die Jahrhunderte solche Fähigkeiten selbst entwickeln könnten. Eine Art telepathische Gesellschaft, in der es einem Menschen nicht möglich ist Leid zuzufügen, da er sich der kollektiven Verbundenheit bewusst wird.