FROZEN GRAVES
[Frozen Graves, Black Metal, Finland, Kuunpalvelus, 2017]

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FROZEN GRAVES
[Frozen Graves, Black Metal, Finland, Kuunpalvelus, 2017]
CÉNOTAPHE - Ce qui souffre, ce qui suinte
FROZEN GRAVES - Sea Crypt
FROZEN GRAVES | FROZEN GRAVES (full album)
Frozen Graves [2017] | black metal | Finland
Paysage D’Hiver, Nordlicht, Frozen Graves, Runespell
1164. Paysage d’Hiver/ Nordlicht – Split
Anfang Dezember hatten wir einen Wintereinbruch und ich streifte durch digitale Plattenschränke. Immer und immer wieder stolperte ich dabei über Paysage D’Hiver und mir fiel auf, dass ich in meinem Leben noch keinen Ton gehört hatte von dem Schweizer. Wollte ich eigentlich auch nicht; die Platten sind zu rar und teuer, als das man sie einfach so genießen könnte. Ich hörte also trotzdem rein und kaufte wenige Minuten später diese Platte und auch die Split mit Drudkh. Diese hier finde ich abgrundtief großartig. Paysage D’Hiver mit nur einem Song, der klingt wie ein einsamer Typ, der nen verschneiten Berg erklimmt und seinen Schmerz in die Welt hinausbrüllt. Oder so. Hypnotisch, kalt, böse. Völlig verzückt an dieser Platte bin ich aber vielmehr von der Nordlicht-Seite. Ich hab noch nie vorher von der Band gehört und nach kurzer Recherche erkenne ich, dass es nur eine längst ausverkaufte Demo gibt von vor zehn Jahren. Monoton, rau, ausladend und im Vergleich zu vielen anderen hier beschriebenen Bands auch auf einer anderen Ebene böse. Absolute Wintermusik. Viel mehr und viel authentischer als alle Immortal Alben und Konsorten.
1165. Frozen Graves – Frozen Graves
Von Wintermusik zu gefrorenen Gräbern. Welch gelungene Überleitung. Ansonsten verbindet die drei Bands allerdings wirklich nicht das Geringste. Frozen Graves mit dem großartigen Sänger von Cosmic Church am Mikro sind klassischer finnischer Black Metal der irgendwo zwischen Burzum und finnischem Zauber liegt. Auch das hier ist nichts weltbewegendes oder allgargroßartiges, aber die Song haben auch dank der guten Gitarrenspiels, welche eine Nuance Urfaust mit ins Spiel bringt, eine schöne Wirkung. Sicherlich eine Scheibe, die häufig bei mir laufen wird.
1166. Runespell – Unhallowed Blood Oath
Progression im Black Metal ist immer so ein heikles Thema. Zum Glück macht Runespell kein großes Fass auf bei dem Thema; die Musik ist viel mehr regressiv, man entwickelt sich zurück zu den Ursprüngen der zweiten Welle oder zumindest in die Richtung. Kein Schimmer Orthodoxie, kein bisschen Hokus Pokus, kein Blut und Weihrauch, kein Zauber. Stattdessen knarziges Corpsepaint, ein schwarzweißes Cover und keine Experimente. Black Metal wie er mal war ohne Tamm Tamm und eben auch ohne Innovation. Man kann gar daherkommen und die Musik gewöhnlich schelten, aber das wäre doch irgendwie unfair, denn immer ist es wirklich gute, hausgemachte alte Schule! Klar der Sound ist vielleicht ein wenig klarer als auf den Carpathian Forest Demos und ein wenig weniger Keyboards gibt es als auf dem ersten Dimmu Album, aber dennoch in all seiner Räuhe ist dies ein gutes, starkes traditionsbewusstes Black Metal Album.
Frozen Graves - Eye On The Flame