Noch im Juni 2019
Es gibt Apple Pay, sonst nichts
»Apple Pay?« – Es ist immer dieselbe Frage, wenn ich kein Bargeld und keine Kreditkarte zücke, sondern mein Smartphone über die Theke strecke und erwarte, dass mir das bewegliche Kartenzahlterminal entgegen gestreckt wird. Mit einem geübten Blick kann man sofort sehen, dass es kein iPhone ist, was ich da in der Hand habe, und mit etwas Übung bei kontaktlosen Zahlungen weiß man auch, dass das nichts ausmacht.
Das Terminal muss jeweils in den kontaktlosen Modus geschaltet werden. Dieser Modus ist nicht von allein aktiv, wohl um Fehlbuchungen zu vermeiden. Terminals, die Apple Pay können, können auch Google Pay, Samsung Pay und Garmin Pay (was seit neustem einige Garmin Smartwatches haben). Und die Terminals können das, ohne dass man an der Kasse irgendwas anders machen müsste als bei Apple Pay.
Aber Manhattan ist iPhone-Stadt. Niemand hat hier irgendwas anderes, es sei denn ganz arme Leute, die gar nicht in Manhattan wohnen und sich kein iPhone leisten können. Und darum ist die Frage, die an der Kasse gestellt wird, wohl immer »Apple Pay?«
Früher habe ich noch gesagt »No, Google Pay«, was zu einem leichten Angstflackern in den Augen des Kassierers führte, das ich beruhigen musste, indem ich sagte »No worries, it will work.« Inzwischen sage ich auf die Frage »Apple Pay?« oft einfach gar nichts oder »Yes«, das ist am einfachsten.
(André Spiegel)











