Ein Thema, was ich hier öfters anschneiden werde, ist Geldmangel, überhaupt Geldausgabe und wie ich damit umgehe. Könnte ja noch wem helfen. Oder mir wer.
Ich weiß nicht, wie es in anderen Ländern und Städten aussieht. Ich wohne in Wien, derzeit in 1140 und demnächst in 1020.
Im Monat habe ich so ca €800 zur Verfügung. Ich kriege derzeit Notstandshilfe, suche nach einem kleinen Job um für mein Geld "richtig" zu arbeiten. (Ist eine Gewissenssache, die ich keinesfalls anderen aufdrücken möchte - MIR gehts so und wie IHR das seht ist alleine eure Sache.)
Strategie Nr. 1 ist aus dem Privileg entstanden, einen recht fairen Freund zu haben, der mit mir zusammen Haushaltsarbeit (de facto eh schon) teilt - wir ziehen zusamnen und suchen noch eine_n Dritten. Das reduziert meine Miet- und Wohnkosten von €470 auf €370, mindestens.
Was dafür notwendig ist, ist ein eigenes Zimmer und dass er, solange ich Notstandshilfe kriege, dem AMS klar macht, dass er keinen Unterhalt für mich zahlt. Völlig illegal ist in Österreich auch ohne Ehe oder Verpartnerung für das AMS ein Lebenspartner unterhaltspflichtig, es werden Notstandshilfen gerne mal mit Partnergehalt gegengerechnet.
>>> Arbeitslosen empfehle ich den Besuch und die Teilnahme an AL-Initiativen zur Wahrung der eigenen Rechte und Selbstbewusstseinsstärkung! Hier eine Liste: glb.at.
>>> Eine Möglichkeit, die man etwa 2 Jahre nutzen kann, ist die Wohnbeihilfe.
Diese kann immer nur eine im Mietvertrag geführte Person nutzen, ergo ein Hauptmieter bei einer WG. Wenn man sich nicht ganz sicher ist: ausdrucken, ausfüllen, Mietvertrag kopieren, hinschicken und Bescheid abwarten. Alle halbe Jahre muss man den Antrag erneuern.
Es geht leider nur mit Unterschrift des Hausbesitzers und es gibt Vermieter, die explizit nicht wollen, dass man WB beantragt. Diese Menschen scheinen zu denken, dass man sich dadurch, dass man sich zustehendes Geld holt, als arme Person und damit für eine Wohnung disqualifiziert. Das könnte man bei der Abwälzung von Vertragsgebühren auf Mieter allerdings auch von ihnen denken.
Wir müssen die Küche neu einrichten, die gibts noch nicht. Dafür kriegen wir €800, was fast reicht. 2 Kühlschränke hätten wir, wobei ich meinen eventuell da lasse und am liebsten erneuern würde zwecks Energieeffizienz. Vermutlich werden wir die Küche zusammenstoppeln aus Resten. >Bitte melden, wenn ihr wisst, wo es grad was gibt in Sachen Küchenmöbel, Schränke, Elektro-/Ceranherd, Ofen, Geschirrspüler und Tiefkühltruhe.< Wir kochen weil ich mies im Schätzen bin weils günstiger ist auf Vorrat. Energieeffizienz ist mir da aus Umweltgründen sehr wichtig. Nicht wegen des Strompreises - ich weiß nicht, ob heutige, mit begrenzter Lebenszeit hergestellte Geräte so lange halten um da einen großen Unterschied zum höheren Kaufpreis zu machen.
>>>E-Control hilft, einen Gas- und Stromanbieter abseits von Wienstrom zu finden.
Man sollte seine realen Werte eingeben, wir würden NIE auf ihre hoch angesetzte Schätzung kommen. Oranger Balken gibt zugekauften (Atom)strom an; es gibt also günstige ohne das auch.
Achtung, es werden einen oft einmalige Aktionen gezeigt, die aber nur ein Jahr so günstig sind. Schaut besser nach einem, der ohne Angebot günstig ist oder wechselts jedes Jahr.
>>>Internettarifvergleich der Arbeiterkammer ist vor allem bei Umzug auch ein Lifesaver.
Ich hab daheim eine kleine No-Name-Firma, die ich sonst gar nicht kennen würde. Da es wohl gezählte 50 Kunden gibt, ist der Support sehr persönlich. Derzeit scheinen aber die Großen das beste Angebot zu haben. Standortabhängig.
(Über Festnetztarife weiß ich gar nix, das halte ich für veraltete Steinzeittechnologie und sowas wende ich nur bei Essen an.)
>>>Handytarifrechner der Arbeiterkammer ist auch notwendig.
Derzeit sollte man nicht mehr als 10 Euro fürs Handy zahlen müssen bei moderatem Internetzbenutzen und der Option, monatlich auszusteigen. Migration von Telefonnummern kostet aber immer extra. Euer derzeitiger Provider will vielleicht auch noch Geld fürs Kündigen, da bin ich mir wegen Legalität unsicher.