Weitere Punkte zum Relaunch der „jungen Welt“
Nämlich noch ein bißchen Gemecker:
So besonders überzeugend scheint es mir nicht, als seriöse Zeitungsseite (und eben auch noch als linke, amikritische!) mit Google-Webfonts zu arbeiten – zumal sich woff-Dateien auf dem eigenen Server als hervorragende Alternative anbieten.
Im weiteren Zusammenhang damit ist es auch nicht sooo überzeugend, die Überschriften auf der Startseite ultrafett und bei den Einzelartikeln haarfein zu machen.
Daß sich alle Sites mit jedem Relaunch aus Katzbuckelei vor den Handy-Drückern immer ähnlicher sehen – nämlich wie ihre eigene Mobilausgabe –, lohnt sich kaum mehr zu monieren. Ist eben so. Das Netz wird auch optisch immer langweiliger.
Die jW-Leute scheinen dermaßen unter den Fitzel-Fotos im alten Auftritt gelitten zu haben (verständlicherweise), daß es jetzt bei jedem Artikel Riesen-Fotos sein müssen. Vorschaubilder in mäßiger Größe (vielleicht in der des Satzspiegels), die man dann als JavaScript-Layer vergrößern kann, schienen angemessener und mit guten Gründen üblicher.
Einige (teils Drupal-bedingte) Anglizismen (Datums-Formate, „Related Articles“…) gälte es zu beseitigen.
Ach, und ich finde es weiterhin jammerschade, daß sich nun auch die jW eine Neue Rechtschreibung zulegt. :-(