Eines vorweg. Es gibt sehr viele gute Ski. Vor allem @kastleski ;-)
Und jetzt muss ich ausholen. Sie sollen ja wissen, mit wem sie es zu tun haben. Irgendwann in den 90igern (ja ich muss so weit ausholen) habe ich durch Jux als Skilehrer gearbeitet. Ohne Ausbildung und einfach so. Dann "musste" ich mich die Jahre darauf sämtliche Ausbildungen bis zum staatlichen Skilehrer einsaugen. Diesen habe ich bis zu Aufnahmeprüfung gemacht, dann aber einen anderen beruflichen Weg eingeschlagen. Bin offiziell Tiroler Landeskileher mit der Erlaubnis auch abseits der gesicherten Pisten mit Leuten unterwegs zu sei. Es hat mich zur Intersport Austria verschlagen. Dort habe ich zwischen Geschäften in Innsbruck, Ischgl und Haid (Sports Experts Megastore) gependelt. Unter anderem als Produktmarketingtrainer für Ski und Skischuhe.
Skifahren ist für mich seit Jahren eine echte Leidenschaft. Auch weil ich immer noch der vergebenen Chance nachweine Rennläufer geworden zu sein. Als Jugendlicher habe ich sogar ein Rennen gewonnen - gegen Freunde, die dann im Kader weitergefahren sind.
Sehr früh bin ich zum Carving gekommen. Durfte als einer der ersten einen Elan Prototypen testen. Elan Parapolic. Ich kann mich noch erinnern, wie ich in der Skischule Serfaus gerügt worden bin. Es war mir nicht erlaubt, mit diesem Ski zu unterrrichten. Weiters hatte ich das Glück in dieser Zeit immer wieder viele Modell zu testen und die Entwicklung der Carving Ski eigentlich hautnah zu erleben. Innovationen wie "damals" die monocoque Bauweise (Salomon), die Bindungsplatten (Tyrolia, Derbyflex, VIST) ...
Fischer, Head und Kästle waren so meine Favoriten. Head TR4, TR6, TR10, TR12, TR16 ... geile Geräte. Und dann der Kästle Fibretube. Ein echt geile Gerät. 3 Fiberglasröhre in Schale gebacken. Sonst nix als Luft (http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/ski-viel-wirbel-um-warme-luft_aid_150037.html). Damals gabe es einen gewaltigen Aufschrei.
Dann ist Kästle von der Bildfläche verschwunden. Schade eigentlich. Als ich vor ein paar Jahren dann diesen Ski wieder entdeckt habe, war es für mich logisch, für #twitski anzufragen, ob man uns dieses Material zur Verfügung stellt.
Vergangenes Wochenende konnte ich dann den RX12 (176) und den RX SL (166) ausgiebig testen. Aufgrund der perfekten Schneebedingungen konnte ich nur annähernd erfahren, was beide Ski drauf haben. In der Früh auf perfekt präparierten Pisten waren beide sehr leicht auf der Kante zu carven. Die Unruhe, die ich verspührte war eine Frage der Technik. Am ersten Skitag ist die zentrale Skistellung noch meilenweit vom optimalen entfernt. Nach ein paar Abfahrten aber konnte ich mich schon langsam wieder an einige gute Schräglagen herantasten.
Ein paar mal konnte ich den RX12 auf etwas härterer Piste fahren. Der Kantenhalt war sagenhaft und die Drehfreudigkeit stets gegeben. Das selbe gilt für den RX SL. Dieser ist eine echte Gaudi. Kurze Carvingschwünge ein Genuss. Nur aus den Knie heraus lässt sich dieser Ski sehr gut steuern, setzen und führen. Die Beschleunigung nach vorne bei richtigem Einsatz der Schienbeine immer möglich.
Dass es Spass gemacht hat kann man unschwer aus den gemachten Videos erkennen. Weitere Test werden im Laufe des Winters sicher noch kommen. Und dann freue ich mich auf den BMX und den MX!
Get snowcial.
Cristian G.